Boniswil

Positive Ried Pufferzone in Boniswil / Negatives Umdenken vom Kanton im Strassenkonzept

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Angenehm überrascht bin ich von den Behörden Boniswil, indem ich zur Kenntnis nehme, dass sie sich einerseits für das Ried von nationaler Bedeutung einsetzt und eine Pufferzone gesetzlich im Hallwilersee Schutzdekret verankern will, zur Verhinderung der unsäglichen Jauche Ausbringung bis unmittelbar an die Riedgrenze.

Andererseits lese ich in den Medien, dass die Behörde Boniswil sich dem Kanton widersetzt, die innerhalb von nur wenigen Jahren eine 360 Grad Wende vollzieht und statt einer siedlungsorientierten neu eine verkehrsorientierte Sanierung der Seengerstrasse favorisiert zulasten der Wohnqualität im Dorf und der sanften Mobilität (Fuss- und Radverkehr).

Das Umdenken des Kantons ist insofern unverständlich, indem im Nachbardorf beim Abriss des zum Hindernis gewordenen Bären in Seengen an der Kantonsstrasse nach Egliswil die alten Mauern stehen lässt und dadurch das Verkehrshindernis weiterhin duldet. Hier also die siedlungsorientierte Umsetzung unterstützt.

Da kann ich nur Gratulation und ein Dankeschön den Behörden in Boniswil ausrichten für ihre Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit zur Erhaltung von Natur und Wohnqualität.

Vom Kanton wäre zu erwarten, dass sie dieses kurzfristige Umdenken und ungleich behandeln vermeidet. In Zeiten von akutem Klimawandel, ungebremsten Verkehrszuwachs und Zersiedelung sind zudem entsprechend verträgliche Stossrichtungen in der Gestaltungsplanung zu fördern.

Werner Hämmerli, Boniswil

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