«Organspende – wie geht das?»

Zu dieser öffentlichen Informationsveranstaltung durfte Bruno von Rohr im Namen vom Aktiven Alter Egerkingen rund 40 Interessierte im Hotel (Motel) Egerkingen begrüssen. 

Verbunden mit einem herzlichen Dank erfolgte anschliessend die Vorstellung des Referenten Dr. Mathias Nebiker als Leiter Organspende-Netzwerk Schweiz Mitte. Er vermittelte hautnah einen vertieften Einblick und kennt aus Erfahrung die Ängste und Unsicherheiten, welche die Fragen rund um die Organspende bei vielen Menschen auslösen. 

Gespendete Organe, Gewebe oder Zellen retten Leben. Viele Menschen warten auf ein Organ. Prinzipiell kann jedermann/jedefrau in die Situation kommen, wo sich die Frage nach einer Organspende stellt. Eine Altergrenze nach oben gibt es nicht. 

Wichtig ist der bewusste, gut informierte und mit den Angehörigen besprochene Entscheid zur Organspende, egal ob zustimmend oder ablehnend. Nur so ist sichergestellt, dass sie in deinem Sinne entscheiden können und nicht unvorbereitet mit einer belastenden Spendenfrage konfrontiert werden. Diese stellt sich meist unverhofft und manchmal sehr plötzlich. 

Im Mittelpunkt stehen in erster Linie die Gespräche mit den Angehörigen, welche in jedem Fall stattfinden. Eine Organspende darf nur mit Zustimmung erfolgen. Dabei müssen selbstverständlich auch die medizinischen Voraussetzungen für eine Spende gegeben sein (wie keine unkontrollierten Infektionen oder Erkrankungen des Nervensystems, usw.). Ebenfalls erfolgt die Todesfeststellung nach gesetzlich vorgegebenen Kriterien und durch zwei verschiedene Ärzte, die nicht in die Transplantation involviert sind (Fachärzte Intensivmedizin, Neurologie). 

Die Wahrung der Anonymität zwischen Spender/Empfänger sowie der respektvolle Umgang werden in jeder Beziehung konsequent sichergestellt. 

Organtransplantationen sind möglich für Niere, Herz, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm. Bei der Gewebespende besteht regional die Möglichkeit zur Hornhautspende der Augen. Jegliche Spenden richten sich im Ablauf nach dem Transplantationsgesetz. 

Es gilt daher unbedingt der Appell, mit den nahestehenden Personen über den eigenen Willen zu sprechen und dies idealerweise in einem Spenderausweis zu dokumentieren. 

Dr. Mathias Nebiker wurde zum Schluss mit einem herzlichen Applaus und einem Geschenk für die spannenden und interessanten Ausführungen gedankt. Bei einem Abschlusstrunk gab es die Gelegenheit für weitere Fragen und zum ganz persönlichen Meinungsaustausch.

VON PAUL DÜRRENBERGER