Pünktlich zum Schulferienbeginn hat am Sonntag, 9. Juli eine stattliche Reisegruppe den Gerber-Car bestiegen und ist in Richtung Westfrankreich aufgebrochen um eine erlebnisreiche Woche zu erleben. Die Sonne und stahlblauer Himmel begleiteten die munteren Reisenden die ganze Zeit. Am ersten Tag durfte die Mittagspause in Beaune genossen werden, das Tagesziel hiess Orléans. Weiter ging es zum Loire-Schloss Chenonceau und in Tours boten die kühlen Räume der Basilika mit dem Grab des Heiligen Martin Schatten für einen kurzen Moment des Innehaltens. Am Abend erreichte man die Hafenstadt La Rochelle im Golf von Biscaya. Das Hotel für die nächsten Tage befand sich am alten Hafen im Stadtzentrum. Also, Koffer ausgeladen, das Abendessen hinter sich gebracht und los ging die Entdeckungsreise: Auf dem Riesenrad sich einen Überblick verschafft, bei Ernest feine Glacé getestet, den Kunsthandwerkmarkt besichtigt und bei einem Glas Wein entspannt dem bunten Treiben zugeschaut. Am nächsten Tag führte die örtliche Reiseleiterin Gisela die Gruppe durch die engen Gassen und erklärte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt bevor es auf die weisse Insel - Ré la Blanche - ging. Auf der Insel fand man traumhafte Sandstrände, Salzbecken der „Sauniers“ und am äussersten Ende nebst einem tollen Blick über den Atlantik einen schönen Leuchtturm.

Ein weiteres Highlight wartete in Rochefort: die ehemalige königliche Seilerei, la Corderie Royale. Guide Louis führte charmant in die Geschichte der Seilerei und in die Kunst des Seilemachens ein. Anschliessend galt es noch die Fregatte L’Hérmione zu bestaunen um danach in Cognac bei Baron Otard das gleichnamige Getränk zu degustieren. Der Abend fand seinen Ausklang wiederum in einem Strassencafé, in Ernests Eisbar oder im faszinierenden Meeresaquarium.

Zu schnell mussten wieder die Koffer gepackt werden. Es rief Bordeaux. Doch vorher standen noch der Besuch der Dune du Pilat, mit einer Höhe von rund 110 Meter und einer Länge von rund 2,7 km Europas grösste Wanderdüne und des Städtchens Arcachon auf dem Programm. Am Freitag war gutes Frühstücken wichtig, erreichte die Gruppe doch bereits nach kurzer Fahrt das Château Siaurac bei St-Emilion, wo sie zur Degustation erwartet wurde. Vor der Verkostung war aber noch eine Exkursion in den Weinberg angesagt. Informativ und gemütlich ging dieser Programmpunkt vorbei und man konnte nach Périgueux weiterziehen. Nach der Mittagspause in dieser schönen Stadt, die auch am Pilgerweg des Heiligen Jakob liegt und deren Kathedrale zum UNESCO-Welterbe gehört, führte der Weg durch schöne Landschaften nach Clermont-Ferrand, wo die letzte Übernachtung gebucht war. Der letzte Reisetag führte über Lyon zurück in die Heimat, wo die Reisegruppe am Abend um viele Eindrücke reicher auseinander ging. (wbw)