Gretzenbach

Ökumenischer Besinnungstag in Gretzenbach

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Gesundheit und Ernährung im Alter war das Thema des Besinnungstages in Gretzenbach. 35 Personen nahmen daran teil

Gesundheit und Ernährung im Alter" hiess das Thema des Besinnungstages vom vergangenen Montag. 35 Personen waren der Einladung der Frauen des Ressorts Senioren mit Interesse gefolgt. „Alles hat seine Zeit", meinte Pastoralassistent Hans Suck in seiner heiter gestimmten Begrüssung und fuhr weiter: „Alle wollen alt werden, aber niemand alt sein". Dazu zitierte er Texte über das Alter des Dichters Hermann Hesse. Man muss Jahr um Jahr Opfer bringen und Verzichte leisten. Der Weg der vor kurzem noch ein kleiner Spaziergang war, wird lang und mühsam und eines Tages können wir nicht mehr gehen. Auch auf die Speise, die wir zeitlebens so gern gegessen haben, müssen wir verzichten. All dies ist nicht wegzuleugnen, sondern die bittere Wahrheit. Zugegeben vieles ist auch anders oder einfacher geworden, mit der elektrischen Heizung, der AHV, den vielen Einkaufsmöglichkeiten usw. Aber seelische und körperliche Gesundheit kann man bis heute nicht kaufen, dies ist ein Geschenk. Dies gilt auch, wenn die materielle Sicherheit gewachsen ist. Im Alter kann das Bedenken, sich Erinnern und Freuen an vergangene Zeiten, zu einer Gewohnheit werden und durchdringt unsere Stimmung und Haltung. Wenn die äusseren Lebensmöglichkeiten schwinden, dann ist es wichtig auf die inneren Ressourcen zurückzugreifen. Das sind dann Tugenden der Geduld, der inneren Freude und Dankbarkeit.

 Sanaprofil Solothurn vorgestellt

Frau Soraya Känzig, Bereichsverantwortliche von der Pro Senectute stellte Sanaprofil Solothurn vor, ein gemeinsames Projekt der Hausärzte und Pro Senectute. Es richtet sich an die ältere Bevölkerung unseres Kantons, welche zu Hause leben und nicht akut erkrankt sind. Ältere Menschen werden mit einer wirksamen Gesundheitsförderung und Prävention unterstützt, mit dem Ziel Risikofaktoren früh zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen, welche häufig zu Pflegebedürftigkeit und Behinderung im Alter führen können. „Was wünscht man sich für das Alter"? fragte die Vortragende weiter: „Gesundheit, Selbständigkeit und die eigenen 4 Wände. Dabei kann Sanaprofil helfen. Die Rednerin stellte den Gesundheitsprofil-Fragebogen vor. Gesundheit ist wie ein Puzzle mit vielen Einzelteilen, deshalb ist der Fragebogen auch sehr ausführlich ausgefallen. Wer diesen ausfüllt, befasst sich mit seiner Gesundheit. Die Auswertung durch Spezialisten erfolgt anonym und ist kostenlos, weil der Kanton das Projekt mitfinanziert. Der daraus erstellte Gesundheitsbericht, ein Exemplar davon geht auch an den Hausarzt, zeigt auf in welchen Bereichen man selber aktiv werden sollte oder der Hausarzt mithelfen kann. Eine weitere Möglichkeit Sanaprofil zu nutzen, ist die Teilnahme am Kurs „Gesundheit und Alter", welcher an verschiedenen Orten im Kanton angeboten wird. Fachreferentinnen orientieren die Teilnehmer über Gesundheitsvorsorge, soziales Netz, körperlicher Aktivitäten und Ernährung. Sie zeigen auf, wie man Risikofaktoren erkennen und bewusst damit umgehen kann.

Als Beispiele zählte die Rednerin auf: Wer sich täglich eine halbe Stunde mit mittlerer Intensität bewegt, darunter zählen auch Haushaltsarbeiten, lebt gesünder. Gutes Kochen für den Ein- oder Zweipersonen-Haushalt. Richtiges Essen, mit täglich 5 mal Gemüse und Früchten und genügend Trinken sind auch wichtige Faktoren. Auch der nützliche Umgang mit Medikamenten wird aufgezeigt. Die Möglichkeiten andere Leute zu treffen, sollte ausgenützt werden. Dazu zählen solche Treffen wie heute, das Seniorenturnen wird in jeder Gemeinde angeboten, organisierte Ausflüge, Theater und kirchliche Anlässe. Unfallbeurteilung und 1. Hilfemassnahmen, Patientenverfügung und Anordnungen im Todesfall zählen zu den weiteren, behandelten Themen. Für Vorsorgemassnahmen ist es nie zu spät, meinte Frau Känzig zum Abschluss. Anschliessend beantwortete sie Fragen der Anwesenden.

 Gemeinsam nahmen die Teilnehmer anschliessend im Restaurant Jurablick das Mittagessen ein. Danach kehrten Alle zu einer kurzen Andacht mit Hans Suck in die Kirche zurück. Wieder im Römersaal zeigten die Seniorinnen der Volkstanzgruppe Olten ihr Können auf. Mit grosser Leichtigkeit tanzten die Frauen auf dem Parkett durch den Saal. Wer dazu Lust bekam, konnte nach kurzem Proben auch das Tanzbein schwingen und mitklatschen. was einige auch rege nutzten. Mit einem Zvieri und gemütlichem Beisammensein endete ein der herbstliche Besinnungstag. (heg)

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