Die evangelisch-ref. Kirchgemeinde und die römisch- kath. Kirchgemeinde Lostorf haben zum ökumenischen Vortrag über „Palliative Care“ in der reformierten Kirche in Lostorf eingeladen. Der Anlass mit Frau Pfrn. Dr. Karin Tschanz fand am 16. Januar statt. Pfrn. Dr. theol. Karin Tschanz ist seit 2010 Ausbildungsleiterin Palliative Care und Begleitung in der reformierten Landeskirche Aargau. Sie hat die Leitung von Lehrgängen in Palliative und Spiritual Care und ist Co-Vize Präsidentin palliative.ch. Zusätzlich ist sie Spitalpfarrerin in der Hirslanden Klinik Aarau, Psychotherapeutin und Supervisorin und seit 2009 Studienleiterin Systemische Seelsorge Ausbildung Universität Bern des Studiengangs in Seelsorge und Pastoralpsychologie.

Bei der Begrüssung und Einleitung betonte Pfr. Michael Schoger, wie wichtig die Vernetzung und der Kontakt mit den betroffenen Familien und deren Angehörigen in der Gesellschaft ist.

Frau Pfrn. Dr. theol. Karin Tschanz zeigte eindrücklich wie interessant und ganzheitlich dieses Thema ist. Die Chancen und Herausforderungen der Palliative Care sind in der heutigen Zeit sehr vielseitig und wurden vor allem in den letzten Jahren sehr verbessert. Palliative Care unterstützt unsere Selbstbestimmung am Lebensende und ermöglicht ein würdiges Sterben in Frieden. Das ganzheitliche Pflegesystem der Palliative Care steht für die Fürsorge, Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit. Es ist ein international anerkanntes umfassendes Konzept für schwerkranke Menschen jeden Alters mit einer nicht mehr zu heilenden Grunderkrankung. Zurück zu führen sind diese Erkenntnisse auf die Engländerin Cicely Saunders, die sich als Krankenschwester, Sozialarbeiterin und später als Ärztin mit dem ganzheitlichen Schmerz in der Endphase des Lebens auseinander setzte und viele neue Erkenntnisse dazu gewann. Auch das Sterbefasten sowie die Sterbehilfe und deren Auswirkungen auf die Hinterbliebenen sind Themen, über die es sich nachzudenken lohnt. Auch machte Frau Pfrn. Dr. theol. Karin Tschanz bewusst, wie wichtig das nahe Umfeld und der Austausch mit den Angehörigen in dieser Lebensphase ist, damit die eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden können. Ihr Leitmotto ist reden, reden, reden. Ein umfängliches Thema, das viele Interessierte ansprach und sicher auch viel zum Nachdenken über das eigene Leben und Sterben anregt. Anschliessend wurde bei einem Apéro noch weiter diskutiert und ausgetauscht.