Angehörige der Militärschützen Boningen nahmen traditionell am Ostersamstag die Reinigung des Dorfbaches vor; dieses Jahr wurden sie unterstützt durch Mitglieder der Fischereivereine Olten und Fulenbach. Rund 30 Personen waren beteiligt. Ziel war es in diesem Jahr, den Bach nicht komplett von Schwemmmaterial zu säubern, wie dies in den Jahren zuvor der Fall war: Unter Aufsicht von Christian Dietiker, dem Präsidenten des Solothurnischen Kantonalen Fischerei-Verbandes (SOKFV) ging es darum, Steine, Laub und kleinere Äste im Gewässer zu belassen, um damit Bachflohkrebsen und anderen Kleinstlebewesen, die die Nahrungsgrundlage für die Fische bilden, eine Zuflucht zu bieten. In diesem organischen Material befindet sich eine Vielfalt an Nahrung, die für die sich im Bach befindende Forellenjungbrut und andere Fischarten, wie Groppen und Schmerlen, überlebenswichtig sind.

Der Präsident der Militärschützen Boningen, Markus Wyss, ist zufrieden mit dem Verlauf der gemeinschaftlichen Aktion: «Unsere Leute zeigten sich interessiert und haben viele Fragen gestellt. Wir haben viel Wertvolles dabei lernen können. Damit konnte auch der Mehrwert des Boninger Baches gesteigert werden». Der naturnahe Gewässer-Unterhalt bedeutete aber für die Involvierten nicht weniger Arbeit: Auf dem gesamten rund 800 Meter langen Abschnitt, von der Grenze zur Gunzger Allmend bis hin zur Mündung in die Aare, konnte wiederum viel anorganisches Material – sprich: Abfall – eingesammelt werden. Rund 300 Liter kamen an diesem Morgen zusammen, hauptsächlich Getränkedosen, aber auch Flaschen und eine erhebliche Menge an Plastik.

Militärschützen und Fischer zeigten sich denn auch aufgeräumt und in guter Stimmung. Der Morgen wurde mit einem traditionellen Imbiss beendet; es gab Spaghetti Bolognese und entsprechende Tranksamen. Und einige der Anwesenden liessen es sich nicht nehmen, noch einen Jass zu klopfen.

                                Von Beat Wyttenbach (Text) und Edy Wyss (Foto)