Die diesjährige Naturexkursion der Grünen Stadt Solothurn wurde durch Blitz und Donner begleitet. 25 Personen liessen sich von Patrick Schärer, Chef Werkhof, und Martin Geissbühler, Chef Stadtgärtnerei, noch im Trockenen das Bauminventar und die Pflege der fast 3000 Bäume der Stadt erklären. Auf spezielles Interesse stiess die Schädlingsbekämpfung. Mit Lockstoff-Fallen werden die Miniermotten auf den Kastanienbäumen erfolgreich bekämpft. Der Blätterverlust der Kastanienbäume ist aber nicht immer auf diese Schmetterlingsart zurückzuführen. Besonders gefürchtet ist der mit Einwegpaletten aus Asien eingeschleppte Laubholzbockkäfer, vor dem Solothurn bisher glücklicherweise verschont blieb. – Bei grosser Hitze und Trockenheit, wie in den letzten Tagen, müssen die Bäume gewässert werden, mit oberster Priorität die im letzten Jahr gepflanzten. Dabei werden pro Baum und Wässerung rund 200 l Wasser gegeben – nicht Trinkwasser, wie der Werkhofchef betonte.

Der anschliessende Rundgang, in Begleitung der beiden Fachleute und des Ornithologen Heinz Flück fiel leider buchstäblich ins Wasser und musste bereits bei der ersten Station, auf der Schanze, abgebrochen werden. Heinz Flück versicherte aber, dass er zu einem späteren Zeitpunkt und hoffentlich besseren Witterungsbedingungen nachgeholt werde.