Letzte Woche führte die Theatergruppe Turbenbühne Bellach, zum 20 jährigen Jubiläum das Stück "D'Wätterhäx", vor zumeist vollen Rängen, auf. Es war ein Riesenerfolg und Zuschauer wie auch Schauspieler waren gleichermassen begeistert, sei es von der Aufführung wie vom Zuschaueraufmarsch.

Die Handlung entführte die Zuschauer auf einen Bauernhof (Eschenboden), wo die Zeit noch stehen geblieben schien. Dort wird die junge Magd Martha von allen gehänselt und man gibt ihr schon bald den Namen "Wätterhäx". Die Bäuerin des Eschenbodenhofes, versucht mit allen Mitteln, ihren, von der landwirtschaftlichen Schule heimgekehrten, Sohn mit einer Nachbarin zu verheiraten. Dieser verliebt sich jedoch ausgerechnet in die Magd, welche daraufhin den Hof verlässt und beim "Hubelalp-Bauer" eine neue Stelle findet. Das Ganze endet schlussendlich in einem Happyend, so dass die beiden doch zusammenkommen.

Die Leitung des Vereins hatte keine Mühen gescheut und ein imposantes Schauspiel auf die Beine gestellt. Schon der Eingang begeisterte die Besucher. Man fühlte sich vom ersten Moment an, auf einen Bauernhof versetzt und auch die Leute an der Kasse und die Platzanweiserinnen empfingen die Zuschauer und Zuschauerinnen, standesgemäss, in ländlicher Tracht gekleidet.

Der Eintritt in den Turbensaal selber und der erste Blick auf das grandiose Bühnenbild versetzte die Zuseher und Zuseherinnen in Erstaunen und liess auf etwas Besonderes hoffen.

Das Team um die Regisseurin Lotty Flury enttäuschte die Zuschauer nicht und gab eine eindrucksvolle Vorstellung nach der anderen. Es führte sogar so weit, dass die Besucher zu Liedern wie "s'isch mer aues eis Ding" und "s'Träumli" mitsangen. Völlig fasziniert waren die Zuschauer von den sogenannten Waldszenen. Und man konnte bei Einzelnen sogar einzelne Tränen fliessen sehen

Ob die junge Magd Martha, die schrullige Liesbeth, der grantige Knecht Chasper aber auch alle anderen Schauspielerinnen und Schauspieler, alle zeigten, dass sie das Stück lebten und nicht nur spielten. Ein grosses Aufgebot von 14 Mitwirkenden welches von November bis zu den Aufführungen in je ca. 120 Stunden Probezeit viel Zeit aufgewendet hatten, gingen voll und ganz in ihren Rollen auf und konnte die Früchte der Mühen, in Form von Applaus, ernten.

Es war toll zu sehen, dass sich da ein Team gebildet hatte in welchem Leute aller Altersschichten mitwirkten. Das Jüngste zählte gerade einmal 16 Jahre und der Älteste der Mitwirkenden war bereits über das Pensionsalter hinaus. Von diesen Altersunterschieden war jedoch sowohl während den Proben wie auch während den Vorstellungen nichts zu spüren. Im Gegenteil, der Geist und Esprit eines Teams war jederzeit zu fühlen und trug viel dazu bei, dass das schwierige Stück ein toller Erfolg wurde.

So konnte die Theatergruppe Turbenbühne einen schönen Triumph verbuchen und es ist zu hoffen, dass dank der mystischen Abende auch im kommenden Jahr wieder viele Leute die Aufführungen besuchen werden.