Mit viel Enthusiasmus nahm die Musikgesellschaft Wil am 29. Luzerner Kantonal Musikfest in Sempach teil. Wussten wir doch, dass wir uns in die Höhle des Löwen begeben würden, die Blasmusik-Hochburg schlechthin. Unser Verein, mit der kleinsten Anzahl Musikantinnen und Musikanten am ganzen Fest, zog kampfbereit mit Dirigent Albert Herzog in die „Schlacht bei Sempach“.

Mit dem Aufgabenstück „Burleske“ von Albert Benz galt es, sich im Wettstreit in der dritten Stärkeklasse Harmonie zu messen. Die Anforderungen für unsere kleine Gruppe waren hoch gesteckt, wird dieses Musikstück doch immerhin in der zweiten Klasse der Wettspielstückliste des Schweizerischen Blasmusikverbandes geführt.

Mit „Euregio“ präsentierten wir unmittelbar nach der Aufgabe unser Selbstwahlstück. Das Publikum in der Kirche hatte Gefallen an den Fricktaler Konzertvorträgen gefunden und auch wir glaubten an unsere musikalischen Fähigkeiten. Uns interessierte aber vor allem auch, was die „verdeckte“ Jury wohl für Noten abzugeben hatte.

Zuerst aber, war am frühen Abend noch der Paradewettbewerb angesagt. An den Ufern des Sempacher Sees entlang, trugen wir den Marsch „Golden Bridge“ den applaudierenden Zuhörern

und natürlich den strengen Augen und Ohren der Experten vor. Nach dem nun die Pflicht erfüllt war folgte die Kür und wir marschierten mit dem zweiten eingeübten Marsch „Viva Arogno“ ins schmucke Städtchen Sempach ein.

Die Rangverkündung im grossen Festzelt wurde mit grosser Spannung erwartet. Der goldene Lorbeerkranz machte sich überaus gut beim Einmarsch unseres Fähnrichs in die Festarena auf fremdem musikalischem Territorium. Der Jubel war riesig, als unser Führungsduo Dirigent Albert Herzog und Präsident Walter Huber das Diplom mit dem zweiten Rang im Paradewettbewerb und dem dritten Rang im Konzertvortrag in die Luft streckte.

Unsere „Schlacht bei Sempach“ kann als Erfolg in die Annalen der 178-jährigen Vereinsgeschichte eingeschrieben werden. Nicht mit Pauken und Trompeten, dafür aber mit einem regelrechten Hagelgewitter machte sich ein kleine, aber stolze Musikgesellschaft wieder auf die Heimreise.

Vielen Dank Albert, für die Fleissarbeit die du zu unserem Wohl geleistet hast, deinen Glauben an die Wiler Musikantinnen und Musikanten und den tollen musikalischen Erfolg mit der Musikgesellschaft Wil.

Walter Huber