Wangen bei Olten

MTV Wangen entlang dem Rheinufer

megaphoneLeserbeitrag aus Wangen bei OltenWangen bei Olten
Das Gruppenbild vor dem Eingang des Schlosses Zurzach

Das Gruppenbild vor dem Eingang des Schlosses Zurzach

Eine ansehnliche Wanderschar des Männerturnvereins Wangen begab sich in den Nordosten des Kantons Aargau nach Bad Zurzach, dem Verena-Wallfahrtsort mit der weit über die Grenzen bekannten REHA-Klinik und seinen heilbringenden Thermalquellen. Unsere heutige Flusswanderung nach Koblenz verlief auf einer durchgehend ausgezeichneten Weg-Beschaffenheit, mit dem Rhein als fliessender Begleiter entlang der Landesgrenze mit Deutschland. Nach dem üblichen „Gipfeli -- Ritual“ starteten wir beim Schloss Zurzach - mit seinem wunderbaren schmiedeisernem Eingangstor – unser heutiges Vorhaben. Im Verlaufe der Zeit haben viele „Herrschaften“ dieser Gegend ihren Stempel aufgedrückt – die Wirtschaftsgeschichte präsentierte uns teils zum „Anfassen“. Die vor Ausbruch des 1. Weltkrieges entstandenen und dann in den 70-iger Jahren stillgelegten sichtbaren ca. 17 m hohen Bohrtürme sind Zeitzeugen der Salzbohrungen und der späteren Heisswasser-Nutzung durch das Thermalbad. Ebenfalls die auf unserem Wege sich befindende Barzmühle konnte die Problematik von Hochwasser und Pegelstandsorgen ersichtlich aufzeigen. Weiter ging’s zum eigentlichen Herzstück dieser Gegend – dem „Aue Chly Rhy“ –, einem sich über rund 35 ha und auf 1,5 km Länge ausdehnenden Auenschutzpark. Dieses eindrückliche vom Kanton geförderte Artenreservoir beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten und bietet unterschiedliche Lebensräume auch dank  neu ausgehobener Weihern und Tümpeln. Klar, während einer andern Jahreszeit wäre dieses Vogelparadies eine Augenweide und würde die Seele „baumeln lassen“ – doch freuten wir uns an einigen gefiederten Stammgästen und entdeckten auch untrügliche Biberspuren. In Rietheim – welches im Sog der-Salzgewinnung etliche Unannehmlichkeiten zu bewältigen hatte – machten  wir in einer gemütlichen Gaststätte Mittagsrast.

Vorbei an vielen Bunkern – wiederum Zeitzeugen – setzten wir unsere Wanderung Richtung Koblenz fort. An der Grenze gelegen und Waldshut auf der andern Seite vor Augen, hat Koblenz ganz spezielle Zugs- und Geleise-Besonderheiten. Trotzdem sind wir alle wohlbehalten zu Hause angekommen – ich bin sicher, dass etliche sich wiederum - ausserhalb der herbstlichen Zeit- bei Gelegenheit in dieses Eldorado begeben werden.

Die nächste Wanderung findet am 28. November 2018 statt und führt von Langenthal nach Madiswil.

Von Leo Baumgartner

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