Volles Haus am Frühlingskonzert der Musik-Kid’s und der Musikgesellschaft.

Dass die Musikgesellschaft Flumenthal in der Dorfbevölkerung eine hohe Akzeptanz geniesst, zeigte sich anlässlich der beiden Frühlingskonzerte vom Nachmittag und Abend.

Wenn die Musik-Kid’s ihr Können zeigen, fiebern nebst den Eltern und Geschwistern oft auch Gotte, Götti, Tante und Grosi mit. Logisch, dass die Mehrzweckhalle an der Abendvorstellung bis auf den letzten Platz besetzt war. Motivation, was willst du mehr ….

Einige Jungmusikanten spielen sowohl in der Forte-Band als auch in der MG. Dadurch ergibt sich in der „grossen Musik“ eine gesunde Mischung aus sowohl jungen als auch erfahrenen Musikanten, welche die gut gelaunten Besucher mit einem bunten musikalischen Blumenstrauss erfreuten.

Die Piano-Band, unter der Leitung von Nathalie Stampfli, eröffnete das attraktive Programm. Die jüngsten Musik-Kid’s zeigten mit Block- oder Querflöte mal zurückhaltend, mal unerschrocken, die ersten Schritte und auch die Fortschritte auf ihrem musikalischen Weg.

Beeindruckt hat die Forte-Band. Unter der Leitung von Philippe Emmenegger zeigte sich die punktuell ergänzte Band sehr motiviert. Man spürte: hier wird viel Wert auf Dynamik, Klangausgleich und Präzision in den Ausführungen gelegt. Die Interpretationen von „The A-Team“, „Circle of Live“ (The Lion King) und „Heaven“ (Gotthard) provozierten geradezu eine Zugabe, welche mit dem für unsere Ohren schrägen und gerade deshalb in der Ausführung anspruchsvollen „The Simpsons“ aus der gleichnamigen Fernseh-Kultserie gerne erfüllt wurde.

Höhepunkt des Konzertprogrammes der Musikgesellschaft war „Voyage into the blue“.    Bruno Trottmann und seine Musikanten werden sich am kommenden Musiktag in Etziken mit diesem attraktiven, mitreissenden und sehr gehörgefälligen Werk des japanischen Komponisten Naoya Wada präsentieren. Man spürte förmlich, dass die Musikanten dieses „geile Stück“ (so auf der Bühne gehört) gerne spielen. In den kommenden 6 Wochen geht es noch um das „Feintuning“. Der grosse Applaus des aufmerksamen Publikums zeigte, dass der Fahrplan offensichtlich stimmt.                                                     „ABBA Gold“, „Dreaming Trumpets“ oder „Lollipop“ sind nur eine Auswahl weiterer Glanzpunkte. Berührend und spielfreudig interpretiert, zeigte die MG Flumenthal damit eindrücklich ihre Vielseitigkeit.

Gut vorbereitet, sympathisch, informativ, mal charmant, mal launisch und mit der ihr eigenen Gelassenheit, moderierte Beatrice Müller Biberstein den konzertanten Teil. Kompliment!

Den letzten Programmteil bestritt die vereinseigene Theatergruppe. Unter der bewährten Regie von Beat Biberstein wurde der Schwank „En Filmriss“ aufgeführt. Der Zweiakter stammt aus der Feder von Hanna Frey.                                                                                                                                            Es Es war für die Akteure eine echte Herausforderung, sich nach dem erfolgreichen Konzert  nochmals zu motivieren, Spannung aufzubauen, nochmals alles zu geben. Die Gefahr ist gross, dass  „die Luft draussen“ ist, dass sich die Müdigkeit wegen der vielen Proben bemerkbar macht. Dies gilt nicht bei Beat Biberstein. Dem erfahrenen Regisseur gelang es einmal mehr, die Darsteller so zu pushen, dass die Aufführung vorzüglich gelang. Das dankbare Publikum hat sich köstlich amüsiert, und so wurde das Theaterstück, welches rein inhaltlich, wie so oft, nicht allzu viel „Fleisch am Knochen“ hat, zu einem würdigen Schlusspunkt eines gelungenen Unterhaltungsabends.

Paul Stooss, Flumenthal