Nach der Begrüssung durch Zivilschutz-Kommandant Franco Giori im Restaurant Kastaniengarten hiess der Gemeindepräsident der Gastgebergemeinde, Martin Bühler, die Gäste willkommen. In einem spannenden Exkurs in die Dorfgeschichte offenbarte dieser, weshalb das Gebiet des heutigen Rankwog-Quartiers auch unter dem Namen Tripolis geläufig ist. Der Name stammt von der italienischen Arbeitersiedlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, als der Hauenstein-Basistunnel gebaut wurde. Die Bezeichnung rührt daher, dass italienische Truppen zur selben Zeit in Tripolis des heutigen Libyens einmarschierten. Daran anknüpfend sprach er über die Bedeutung von Grenzen, das Gefühl von Sicherheit, welches diese vermitteln können, und was die grenzübergreifende Zusammenarbeit der regionalen Zivilschutzorganisation zu diesem beitragen kann.

Im Anschluss blickte Franco Giori auf das vergangene Zivilschutz-Jahr zurück und illustrierte, was die Organisation an insgesamt 2009 Diensttagen alles leistete. Er gab einen Einblick in die vielseitigen Einsatzgebiete und hob einige besonders interessante und gelungene Einsätze hervor. So lobte er beispielsweise die gewissenhafte Arbeit bei der Instandsetzung von Wanderwegen an der Aare im August und den reibungslosen Ablauf der Pandemie-Übung von Anfang November. Er betonte den praktischen Nutzen solcher WKs und wies daraufhin, dass sich dies auch in der Einsatzbereitschaft der Zivilschützer widerspiegelte. Anschliessend rundete er seine seine Präsentation ab mit einem kurzen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben im kommenden Jahr.

Den Höhepunkt des Abend bildete die Entlassung der acht abtretenden Zivilschützer. Das ist im Vergleich zu den beiden Vorderjahren eine sehr gute Zahl – da waren es doch nur jeweils drei Anwesende. Jeder wurde für seine individuellen Leistung für den Zivilschutz gewürdigt und erhielt den Dank ihres Kommandanten und der anwesenden Gemeindevertreter. Einer von ihnen ist der ehemalige Fourier, Rechnungsführer und Stellvertretende Chef Versorgung Marcel Jordi. Er zeigt sich erfreut darüber, nach 136 geleisteten Diensttagen diesem Anlass beiwohnen zu dürfen, und fügt an: „Es ist schön, die Leute wieder mal zu sehen“. Zum Schluss des offiziellen Teils richtete der Oltner Stadtpräsident Martin Wey seine Worte an die angehenden Ehemaligen und sprach ihnen seinen Dank aus.

mgt