Mit einem Charterflug ging es eine Stunde nach Bern. Anschließend startetet unsere zweitägige Wanderung ins Diemtigtal im wunderschönen Berner Oberland startete mit einer gemütlichen Runde im Gasthof Hirschen in Oey bei Kaffee und Croissants.

Anders, als es der Wetterbericht erahnen ließ, hatten wir ein prima Wanderwetter. In einer vierzehnköpfigen Männergruppe marschierten wir den viereinhalb stündigen Weg längs der Talsohle in Richtung Grimmalp. Das Rauschen des Chirel hatten wir ständig in den Ohren. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie dieser jetzt so ruhige Bach nach einem schweren Unwetter 2007 die gesamte Talsohle nahezu niederwalzte.

Ab dem Weiler Horboden hatten wir ein starkes Gefälle bergauf zu gehen. Die Steigung dauerte glücklicherweise nicht lange und wir konnten ab Riedli dann wieder gemütlich am Bach entlang wandern. Wir näherten uns den Gipfeln des Seehorn, Rothorn und dem Spillgerte. Zu unserer rechten Seite hatten wir den Abendberg als fortwährenden Begleiter.

Später, in der Gemeinde Zwischenflüh angekommen, machten wir am sagenhaften Anger Mittgspause. Essen gab es aus unseren Rucksäcken. Frisch und erholt setzten wir unsere Wanderung längs des Baches fort. Am Wegrand sahen wir Tafeln mit bekannten Diemitigtaler Sagen. Für Interessierte eine schöne Sache.

Am Grill- und Spielplatz Gwunderwasser in Tiermatti stärkten wir uns am Kiosk und erreichten später die Grimmialp.Was wir nicht wussten, war, dass uns beim Gasthof Spillgarte eine Überraschung bevor stand: Wir waren nämlich bereits zur Übernachtung eingeschrieben. Beide Wirtsleute hatten alles bestens im Griff. Während des Aperitifs sowie am späteren Abend plagten uns massenweise Fliegen und wir erwischten viele von ihnen. Unserer guten Stimmung tat das keinen Abbruch. 

Am Morgen machten wir uns nach einem reichhaltigen Frühstück wieder auf den Weg. Zuerst wanderten wir zum idyllischen Blauseeli. Das Wasser war glasklar und es schwammen Forellen darin. Leider begann es zu regnen. Die ursprünglich geplante Wegstrecke stand jetzt nicht mehr zur Debatte und wir nahmen die kürzere, die uns steil aufwärts unsere Knochen spüren ließ. Immerhin hörte es auf zu regnen. 

Über Nidegg ging es abwärts zur Grimmialp und nach etwa 3 Stunden erreichten wir den Talboden. Im Gasthof Eggli machten wir eine letzte Rast, bevor wir am Kurhaus sowie an der Kapelle vorbei wieder auf den Weg des Vortages kamen und am Gwunderwasser Mittag aßen. Hier dankten wir Gerd für die perfekte Organsisation, einschließlich byebye Reisebuchung, Gasthof und Restaurant Reservierungen. Den Rest der Strecke nahmen wir einen Kleinbus über Bern nach Neuendorf. Gut gelaunt und mit etwas Muskelkater, teilweise mit schmerzenden Knien, beendeten wir unsere Reise mit einem kleinen Nachtrunk im Café Werd.