Immer wieder schwärmte unser Sängerkollege Edi Hodel von seiner am Comersee gelegenen Feriendestination Gera Lario. Deshalb entschied der Männerchor an seiner GV an einem Herbstwochenende dorthin eine dreitägige Vereinsreise mit Partnerinnen zu unternehmen. Wie könnte es anders sein als Reiseleiter amtete natürlich Edi unser Capo. Am Freitag 26. Sept. war es soweit. Mit einem neuen Car von Gerberreisen fuhr unser schon von früheren Reisen bekannter Chauffeur Georg Studer auf dem Schulhausplatz in Aedermannsdorf vor. Nach gut zwei Stunden Fahrt, nach dem Gotthardtunnel war im Caseificio del Gotthardo der erste Kaffeehalt angesagt den wir genossen. Anschliessend ging die Fahrt via Monte Ceneri, Lugano, Gandria, Menaggio weiter nach Domaso wo wir unser Mittagessen einnahmen. Mit Liedervorträgen bedankten wir uns für das hervorragende, reichhaltige Buffet ohne zu ahnen, dass dies nur der Anfang eines Ess- und Trinkmarathon-Weekend war. In Gera Lario angekommen bezogen wir im direkt am See gelegenen Hotel „Le 5 Case“ unsere Zimmer und genossen die wunderschöne Aussicht. Mit der angenehmen Nachmittagssonne im Rücken schlenderten wir kurze Zeit später auf dem neuen Seepromenadenweg, vorbei an zum Trocknen aufgehängten Fischen zum Dorfkern Gera Lario zum Apero. Nach der Rückkehr und dem reichhaltigen Nachtessen im Hotel degustierten wir im hoteleigenen Weinkeller verschiedene „Grappa-Qualitäten und deckten uns damit ein. Am Samstagmorgen nach dem Frühstück ging die Reisegruppe hinunter zum Strand, Edi hat uns eine Ueberraschung versprochen. Bald schon näherten sich drei Motorboote die am Landesteg anlegten und mit denen wir den See hinauf durchs wunderschöne, von Enten und Schwänen genutzte Naturschutzgebiet nach Dascio am Mezzolasee zum Apero fuhren. Mit den Booten ging es wieder zurück nach Gera Lario, wo wir bei einem Kollegenehepaar von Edi, mit Trockenfleisch, Salami, Käse und Weiss- und Rotwein verwöhnt wurden. Am späteren Nachmittag, war eine Gesangsprobe für den bevorstehen Jubiläumsgottesdienst in der Chiesa di S.Vincenzo angesagt. Unser Dirigent Fredy Aeschlimann konnte nicht verstehen warum die wunderschöne alte Orgel wegen gekapptem Stromanschluss nicht bespielt werden konnte. Mit vollem Magen und leicht angeheitert, war es nicht einfach die gesanglichen Ansprüche des Dirigenten zu erfüllen, so wurde eine weitere Probe für Sonntagmorgen vorgesehen. Zur selben Zeit frönten unsere Partnerinnen im benachbarten Dorf Gravedona ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem „Lädele“. Zurück im Hotel stylten wir uns für den Ausgang der am Fluss Mera mit einem Nachtessen in einer Pizzeria & Steak House begann. Nach reichhaltigem Buffet und anschliessend mehreren Gängen erregten brasilianische Klänge unsere Aufmerksamkeit. Eine leicht bekleidete Bauchtänzerin machte den Anfang, dann folgte ein glamouröses Tanzpaar mit seinem Auftritt, und zu guter Letzt erschien ein grossgewachsener gut gestylter Transvestit. Das alles war unserem Dirigenten Fredy wohl zu viel, fast fluchtartig verliessen wir das Restaurant und fuhren zurück ins Hotel. Am Sonntagmorgen unserem letzten Tag der Reise wurden die Koffer im Car verstaut und wir Sänger fuhren zur Chiesa di S. Vincenzo um unsere Lieder nochmals zu proben. Auch in Gera Lario gehört der Gang zur Kirche nicht mehr zur sonntäglichen Pflicht, so füllte sich die Kirche trotz 500 Jahr Jubiläum nur zu dreiviertel. Wir umrahmten den italienischen Gottesdienst mit deutschen Liedern und sangen zum Abschluss noch „La Montanara“ und das Tessiner Volkslied “Vieni sulla Barchetta“ was mit frenetischem Applaus verdankt wurde. Vor der Kirche wartete Comandante Roberto mit seinem Polizeifahrzeug und private PW’s die uns teilweise mit Horn und Sirene den Berg hinauf zu einem Aussichtsrestaurant fuhren. Wie könnte es anders sein, natürlich zum reichhaltigen Mittagessen mit reichlich italienischem Weiss- und Rotwein. Nachdem auch dieses Gelage geschafft war, machten wir uns zu Fuss auf den Rückweg nach Gera Lario um mit dem Car unsere Rückreise anzutreten. Still, wars im Car, jeder war von diesem sensationell organisierten, mit Essen und Trinken reichlich befrachteten Vereinsausflug geschafft. Herzlichen Dank unserem Organisator Capo Edi und dem Chauffeur für diesen unvergesslichen Ausflug. Sepp Eggenschwiler