In der Galerie Näijerehuus in Hersiwil gastieren vom 18.11.17 bis 10.12.17 die Kunstmalerin Edit Horvath und Doris Althaus, die sich mit figurativer Keramik befasst. Beide verwenden in ihren Werken die unterschiedlichsten Arbeitsmaterialien und experimentieren mit verschiedenen Schichten. Die Arbeitsweise der beiden Künstlerinnen hat – trotz unterschiedlicher Kunstrichtung – vieles gemeinsam. Identisch ist auch der Hang zu ausdrucksstarken Bildern respektive Figuren.

Edit Horvath bedient sich unkonventioneller Materialien wie Holz, Rost, Wachs oder Papier. Zudem oxidiert sie verschiedenen Metallarten, wie Gold oder Silber und verarbeitet das Resultat in ihren Bildern. Die subtile Mischtechnik zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke. Es ist Edit Horvath gelungen, einen eigenen, einprägsamen Stil zu kreieren. Die Acrylbilder überzeugen mit einer kräftigen Ausstrahlung und stimulieren das Auge des Betrachters mit einer verblüffenden Vielschichtigkeit.

Doris Althaus benutzt für die Kreation ihrer zauberhaften Figuren verschiedene Tonmischungen und-schichten. Die Oberfläche ihrer Werke bearbeitet sie mit Porzellanglasuren. Vor der Oberflächenbehandlung kommen die Figuren das erste Mal in den Ofen. Je nach Glasur und Farbverwendung folgen noch ein oder mehrere Ofengänge.
Die Figuren von Doris Althaus scheinen direkt dem Leben entsprungen. Bei der Gestaltung der Gesten und der Mimik zeigt sich die Künstlerin äusserst treffsicher. Die dargestellten Situationen wirken gelenkig, agil und strahlen eine ungezwungene Dynamik aus.

Edit Horvath wurde 1967 in Budapest geboren, wo sie ihre Jugendzeit verbrachte und danach ihre Ausbildung zur Biomedizinischen Analytikerin absolvierte. 1992 siedelte sie in die Schweiz  über und begann neben ihrer Forschungstätigkeit für die Universität Zürich mit der Malerei und bildete sich an der Kunstgewerbeschule Zürich weiter. In den ersten Jahren ihres künstlerischen Schaffens beschäftigte sie sich vorwiegend  mit der Öltechnik.

2004 eröffnete sie in Hombrechtikon die Galerie Artischocke (Kunstgalerie und Floral Design).  Neben einer Dauerausstellung ihrer eigenen  Werke, bekamen andere Künstler die Gelegenheit ihre  Bilder einem breiten Publikum vorzustellen. Lesungen und Konzerte rundeten das Angebot der Galerie ab.

Von 2008 bis 2011 weilte sie für drei Jahre  in Tansania, wo sie für das Schweizer Tropeninstitut  ein  Labor aufbaute. Wieder zurück in der Schweiz begann sie damit, ihre Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten. Dabei stellte sie ihre Arbeitsweise und ihren Stil radikal um. Die Basis der aktuellen Werke bilden die abstrakte Acrylmalerei und verschiedene Mischtechniken, in die sie immer wieder ungewöhnliche Objekte auf spielerische Art und Weise integriert.  Derzeit arbeitet sie vermehrt mit den Elementen Rost und Wachs. Neben der Malerei nimmt die Fotografie in Edit Horvaths künstlerischem Schaffen einen immer grösseren Stellenwert ein. Zur Stimulierung ihrer Kreativität begibt sie sich regelmässig auf ausgedehntere Entdeckungsreisen ins Ausland.

Doris Althaus hat bereits als Kind sehr gerne gezeichnet und modelliert. Schon damals stand das Malen von Menschen und Figuren im Vordergrund. Später absolvierte sie die Ausbildung zur Keramikerin und bildete sich laufend in ihrem Spezialgebiet, wie auch in der Erwachsenenbildung weiter. Heute bietet Doris Althaus Kurse und Workshops für Keramik an.
Seit 2000 kann Doris Althaus ihre Schaffenskraft im eigenen Atelier ausleben. Seither durfte das Publikum in zahlreichen Ausstellungen ihre aussergewöhnlichen Werke bewundern.

Vernissage:
Samstag, 18. November, 19.00 Uhr
Laudatio durch Eva Buhrfeind, Kulturjournalistin
Musikalische Improvisationen von Werner Steffen

Finissage:
Sonntag, 10. Dezember, 17.00 Uhr
Edit Horvath und Andreas Knecht präsentieren ihr Kochbuch „Köstliche Insekten“
Apéro mit Insektendegustation

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 14.00 – 17.00 und mittwochs und freitags von 18.00 – 20.00 Uhr geöffnet.