32 reiselustige Damen, darunter auch zwei begleitende Ehemänner, versammelten sich an den Einsteigeorten. Und schon bald ging es mit dem Bornbus in Richtung Osten. Chauffeur Claudio Caprez - bereits seit einigen Jahren der sichere und erfah-rende Fahrer der Landfrauen - kurvte den Bus gekonnt durch den morgendlichen Verkehr. Für einige war es die erste Durchfahrt durch den berühmt berüchtigten Uetlibergtunnel. Kaum war dieser hinter uns gebracht stand auch bereits der Kaffeehalt an.

Im lieblichen Park im Grünen in Rüschlikon, dem Park von Migros Gründer Gottlieb Duttweiler, genoss man den feinen Kaffee samt Gipfeli und vor allem nach einem kleinen Fußmarsch bei sonnigem aber kühlem Wetter die schöne Aussicht auf den Zürichsee.

Bis zur Weiterfahrt hatte man genügend Zeit, sich die Beine zu vertreten oder etwas zu plaudern. Im Nu war man vorbei an schönen Bauernhäusern mit Sicht auf den See in Glarus, dem Ort des nächsten Haltes. Unter der kundigen Leitung von Koni Gabriel, dem Mitbesitzer der gleichnamigen Bäckerei, wurde den interessierten Land-frauen in der Backstube die Herstellung der weit herum bekannten Glarner Pastete erklärt. Es ist erstaunlich wie mit geschickten Handgriffen innert kurzer Zeit eine feine große Pastete, gefüllt mit Zwetschgen und Mandeln hergestellt wird. Manch eine Zu-hörerin ließ es sich nicht nehmen, den Daheimgebliebenen eine gute Pastete mitzu-bringen.

Und dann, dann ging es zur lang ersehnten Passfahrt. Ab Linthal begann es auf der kurvenreichen Strasse zu steigen, vorbei an blumengeschmückten Häusern bis zum Urnerboden, der größten und längsten Alp der Zentralschweiz. Auf den Weiden ne-ben der schmalen Strasse weideten friedlich viele Kühe und Rinder. Im gleichnami-gen Restaurant Unterboden wurde den Landfrauen in der gemütlichen Stube mit der wunderbaren Aussicht auf die Landschaft des Urnerbodens ein ausgezeichnetes, reichhaltiges Mittagessen speditiv serviert, Zwischen der Dessertglace und dem Kaf-fee konnte im benachbarten Dorfladen Urner Alpkäse gekauft werden.

Vorbei an spitzigen Bergen, gepflegten Wiesen - erstaunlich bei der Steilheit des Geländes - und Felsen überhangenen Strassen erreichte man die Passhöhe. Rosa Wyss, aufgewachsen im Urnerland, gab aufschlussreiche Hinweise, Details und spannende Erklärungen über das Leben und die Landschaft des Urnerlandes. Über die Passhöhe, später vorbei an Spiringen und Bürglen erreichte der bis auf den letzten Platz - es mussten sogar noch zwei Zusatzsitze montiert werden - Bus Altdorf. In Altdorf wurde die gut harmonierende „Frauengesellschaft" erstmals von einem Gewitter eingeholt. Bei diesem starken Regenfall wusste manch eine Landfrau nicht so recht, was sie in Altdorf tun sollte. Die Reiseleiterin (sprich Organisatorin) war heil froh zu hören, dass es gut getan habe, im schmucken Urner Hauptort einige Schritte gemacht zu haben.

Die Fahrt hoch ins nidwaldnerische Emmetten war bald hinter uns und manche Land-frau setzte erstmals den Fuß auf Emmetter Boden. Im Hotel Restaurant Engel nahm man das am Morgen im Car bestellte z´Vieri ein. Auch hier verlief der Service opti-mal und bald schon ging es wieder heimwärts. Schön war die Aussicht auf den Vier-waldstätersee auf der Fahrt hinunter zur Autobahn. Über diese gelangte man in ras-siger Fahrt mit Chauffeur Caprez nach Hause. Jedermann war froh und glücklich ü-ber eine unfallfreie Fahrt mit bleibenden Eindrücken. (cae)