Akkordeonkonzert in Gretzenbach

Fast 150 Liebhaber der Akkordeon-Musik kamen am Sonntag nach Gretzenbach um das Akkordeonorchester Schönenwerd-Gretzenbach-Gösgen zu hören.

Das Orchester unter der Leitung von Max Wyss eröffnete das Konzert mit dem Triumphmarsch aus den «Vier volkstümlichen Unterhaltungsstücken» von Rudolf Würthner.

Nach der Begrüssung durch die Präsidentin Isabelle Meier ging es mit dem «Terzenländler» und der «Polka» aus dieser Reihe weiter. In der Polka konnten die beiden Solistinnen Isabelle Meier und Nassima Mehira ihr Können zeigen. Filigran und virtuos spielten sie die Solo-Teile, begleitet durch das Orchester.

Als Hauptwerk des Programms erklang anschliessend die Suite «Heimatbilder» von Gerhard Mohr.

In drei Sätzen schildert der Komponist hier seine schlesische Heimat.

Im ersten Satz folgt er dem Lauf eines Flusses der majestätisch durch die Landschaft strömt und sich nach einigen Stromschnellen wieder beruhigt.

Der zweite Satz führt ins Gebirge. Aus dem Morgennebel aufsteigend erklimmt der Wanderer einen Gipfel und wird dort von einem Gewitter überrascht. Nach wilden Triolen und grollenden Bässen beruhigt sich das Wetter und der Ausflug endet in einer ruhigen idyllischen Stimmung.

Im dritten Satz geht’s zügig durch flaches Land dahin.

Den Spielerinnen und Spielern wird in dieser Komposition einiges an technischem und gestalterischem Können abverlangt. Lyrische Passagen wechseln mit lebhaften, wilden Abschnitten.

Die Darbietung wurde durch Bilder auf einer Leinwand neben der Bühne untermalt und vom Publikum mit grossem Applaus verdankt.

In der Pause konnten sich die Anwesenden mit Kuchen und Getränken stärken.

Nach der Pause folgten unter der Leitung von Isabelle Meier zwei Kompositionen aus dem Bereich der Rockmusik. In «A fifth of Beethoven» verarbeitet der Komponist Walter Murphy das Thema aus der fünften Symphonie von Ludwig van Beethoven sehr effektvoll und rhythmisch. Das Stück wurde 1977 im Film «Saturday Night Fever» von den Bee Gees gespielt.

Etwas ruhiger begann das zweite Stück, ein Medley mit Melodien des Electric Light Orchestra, welche beim Publikum ebenfalls sehr gut ankamen.

Danach waren die Jüngsten an der Reihe. Mit den beiden Stücken «Mit Pfiff» und «Teeny Rock»   zeigten sie ihr Können. Mit den Grossen zusammen spielten sie anschliessend noch ein Medley mit russischen Melodien.

Mit dem «Tango sentimentale» von Rudolf Würthner und dem Walzer «Segelwind» von  Josef Gmür kam wieder das Orchester zum Zug, danach ertönte der Paso Doble «Sangria» von Willy Rüegger.

«Tell me the Way to the next Whiskey-Bar» ist der Text des «Alabama Songs» aus der Oper «Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny» von Kurt Weill. Der Text stammt von Berthold Brecht. Nach einer eher rauhen Einleitung ertönt der wunderbar lyrische Refrain. Auch hier gelang es den Spielerinnen und Spielern sehr schön, die verschiedenen Stimmungen darzustellen.

Zum Schluss spielte das Orchester «Highland Cathedral» von Ulrich Roever, ein Stück für Dudelsack welches  in unzähligen Versionen als Hymne und Filmmusik verwendet wird. Der Dudelsack wurde von Max Wyss gespielt und ergänzte den Klang des Orchesters perfekt.

Mit einer Zugabe verabschiedete sich das Orchester von seinem begeisterten Publikum.