Nach dem Einzug der Konfirmanden in die Kirche begrüsste die Präsidentin der Kirchenkommission alle ganz herzlich. Heidi Compeer informierte die Anwesenden über die Stiftskirche, die älter ist als die Schweiz und eine lange Geschichte auch in ökumenischer Hinsicht hat.
Die Konfirmationsfeier Schönenwerd stand unter dem Thema: „Die Zehn Gebote und die sieben Todsünden". Die Konfirmanden hatten sich zum Thema Gedanken gemacht und vor der Predigt einzeln oder gruppenweise vorgetragen, jeweils mit passenden Ergänzungen von Pfarrer Wilhelm.
Pfarrer Wilhelm hat in sehr bewährter Weise dargelegt, wie die zehn Gebote als Regeln für ein friedliches Zusammenleben nötig sind. In ähnlicher Form sind solche Regeln in praktisch allen Religionen anzutreffen. Die sieben Todsünden sind zwar den Reformierten weniger geläufig, zeigen aber wie aus falschen Grundhaltungen ein Fehlverhalten entsteht. In der heutigen Zeit fehlt es ja nicht an solchen Beispielen.
Die zehn Gebote sind Judentum und Christentum gemeinsam. Während in der jüdischen Religion darum herum aber über 600 Einzelbestimmungen als „Zaun um das Gesetz" aufgerichtet wurden, fasste Jesus die Zehn Gebote im doppelten Liebesgebot und die vielen Einzelbestimmungen in der einfachen „Goldenen Regel" zusammen. Es war sehr aufschlussreich, diesen klaren Erläuterungen zu folgen, sicher auch für die Konfirmanden und ihre Angehörigen. Die feierliche Stille scheint ein klares Indiz zu sein, dass es den Meisten klar wurde, das sie etwas verpasst hätten, wenn sie nicht im Gottesdienst gewesen wären. Die Feier wurde von Jürg und Elisabeth Frey-Bächli, Saxophon und Orgel, musikalisch umrahmt. (imo)

(Text von Irma Menzi)