Eppenberg-Wöschnau

Konfirmandenreise Schönenwerd

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Auf den Spuren von Ulrich Zwingli nach Einsiedeln und Kappel am Albis

Am Donnerstag, 7. April 2011, trafen wir uns um 7.20 beim Kirchgemeindehaus. Mit einem Reisecar ging es Richtung Einsiedeln, wo der Reformator Ulrich Zwingli vor seiner Wahl in Zürich gewirkt hat. Die Fahrt dauerte ca. eineinhalb Stunden. Zuerst gab es zur Stärkung ein "kleines Frühstück", damit Kräfte gesammelt werden konnten. Danach besichtigten wir in Begleitung eines Mönchs, der zufällig ein guter alter Bekannter von Pfarrer Wilhelm ist, das Benediktinerkloster Einsiedeln. Er führte uns in ein Art-Kino, wo wir den Film „Das Leben der Mönche im Kloster Einsiedeln" anschauten. Er gab Einblick in den abwechslungs-
reichen und spannenden Alltag der Mönche, man erfuhr z.B. das jeder Mönch einen Beruf ausübt und dass das Kloster zurzeit 180 Angestellte beschäftigt, aber nur 60 Mönche hat. Nachdem Film zeigte er uns die Bibliothek mit den zahlreichen Kunstwerken der letzten vergangenen Jahrhunderten. Er erzählte uns, wie sie die wertvollen Bücher vor den Franzosen bewahrten und sie somit retteten. Ich war überrascht, wie viele Bücher dort Platz hatten, denn so eine grosse Bibliothek hatte ich noch nie gesehen. Der Mönch, dessen Name mir leider entfallen ist, las für uns aus einer alten Schrift. Nach der Führung durch die Bibliothek durften wir uns noch im Gästebuch des Klosters verewigen. Jetzt hatten wir freie Zeit und konnten alleine das Dorf unsicher machen. Am Mittag fanden wir uns alle im Hotel Restaurant Sonne ein, wo wir ein herrliches Essen genossen. Als Abschluss sahen wir uns die klostereigene Pferdezucht an, die aus 12 eigenen und 28 Pflegepferden bestand. Die meisten Pferde dösten faul in der Sonne oder standen einfach nur da. Es waren sehr schöne und auch kräftige, ich schaffte es ein paar aus der Reserve zu locken. Wir verabschiedeten uns bald wieder und hatten freie Zeit. Ganz zum Schluss besuchten wir noch eine Messe in der Kirche und jeder von uns zündete eine Kerze für den Menschen an, der uns am Herzen liegt. Anschliessend ging es mit dem Car zur Skisprungschanze. Ein netter Mann zeigte uns die Anlage und formulierte jeden Satz so, dass daraus ein interessanter Vortrag entstand. Es gab vier verschiedene Schanzen. Die kleinste mass 28 m, die mittlere 75 m, die zweitletzte 156 m und die grösste genau 175 m. Er hatte sogar einen Original Trainingsanzug von Simon Ammann bei sich und liess ihn uns bestaunen. Gleich darauf machten wir uns auf den Weg zu der 75 m Schanze und stiegen dort den Turm hinauf. Nachher setzten wir uns in den kleinen Sessellift und bewunderten die Aussicht auf der grössten Skisprungschanze. Später fuhren wir wieder zum Kloster Einsiedeln und holten uns unser wohl verdientes Zvieri ab. Nach einer Pause von 20 Minuten kehrten wir auf den Platz zurück, um uns von Herrn Wilhelm durch die Kirche und die kleine Kapelle führen zu lassen. Die Kirche war prächtig geschmückt, mit wunderschönen farbigen Gemälden und goldenen Engeln verziert. Herr Wilhelm erklärte uns, dass direkt unter unseren Füssen die Grabstätten der verstorbenen Mönche liegen. Kurz darauf sassen wir alle im Car und steuerten bereits unser nächstes Reiseziel an: Kappel. In Kappel ist Ulrich Zwingli im Jahre 1531gefallen. Wir gingen kurz ins Kloster, das heute ein Bildungszentrum der reformierten Kirche ist. Es roch nicht so angenehm, da der Kapplerhof nicht weit entfernt stand. Nach einer Runde durch die Kirche, fanden wir uns im Hotel Restaurant Löwen ein, wo wir gemeinsam unser Abendessen einnahmen. Es ging ziemlich fröhlich zu und her, die Stimmung war entspannt. Für mich wird der Abend unvergesslich bleiben. Als wir alle im Car Platz gefunden hatten, waren wir schon auf dem Weg Richtung Schönenwerd. Um 21.00 Uhr abends kamen wir vor dem Kirchgemeindehaus an und verabschiedeten uns von den anderen.
Ich werde mich noch zeitlebens an diese tolle Konfirmandenreise erinnern und freue mich auf meine Konfirmation.

Deborah Scheidegger
(Konfirmandin)

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