Unterlunkhofen

Kirchgemeinde - Trotz Krise Finanzen im Griff

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Präsident P. Röffel darf 28 Kirchgemeindemitglieder und einige Gäste begrüssen, insbesondere Frau Pfrn. Zryd von der landeskirchlichen Fachstelle Weltweite Kirche. Sie referiert über die Flüchtlingskrise in Europa und darüber, wie durch beherzte Initiativen und Vernetzung dieser zu begegnen ist. 

Einstimmig genehmigt wird der Antrag auf Weiterführung des Diakonieprojektes „Miteinander Not wenden“ im 2020. Dieses hat sich im Jahr 2019 fest etabliert. Es hat sich gezeigt, dass in der Gemeinde ein grosses Bedürfnis besteht. Die Mittel dafür sind deshalb sinnvoll eingesetzt. Ruth Hasler berichtet über ihre Erfahrungen im 1. Projektjahr. Ihr Pensum beträgt 14,28 % oder 6 Stunden pro Woche. Gerade ältere Menschen nehmen ihre Hilfe in Anspruch; jemanden begleitete sie beim Übertritt ins Altersheim. Nun vernetzt sie sich mit verschiedenen Stellen zwecks Erreichens jüngerer Leute.

Nach dem Auszug der Töchter ist das Pfarrhaus für Johanna und Peter Hediger zu gross geworden. Im Rahmen ihrer Lebensplanung möchten sie einen eigenen Wohnsitz in Oberentfelden erwerben. Sie haben deshalb den Wunsch geäussert, in absehbarer Zeit das Pfarrhaus verlassen zu dürfen. Da Pfarrer Hediger seine Amtsräume im Pfarrhaus behalten würde, bleibt auch das öffentliche Interesse an seiner angemessenen Präsenz im Pfarrhaus gewahrt. Der Wohnteil würde vermietet, was sich finanziell für die Gemeinde positiv auswirken könnte. Die Kirchgemeindeversammlung hat die Kompetenz, den Pfarrer von der Residenzpflicht (Wohnen im Pfarrhaus) und der Domizilpflicht (Wohnen in der Gemeinde) zu befreien. Die beiden Anträge werden separat behandelt. Der Antrag zur Aufhebung der Residenzpflicht wird mit 24 Stimmen ohne Gegenstimme genehmigt. Der Antrag, Wohnsitzpflicht aufzuheben, erhält 17 Zustimmungen und 9 Gegenstimmen. Pfr. Hediger versichert, er würde nur im äussersten Notfall ausserhalb der Gemeinde Wohnsitz nehmen.

Herr Gross stellt das Budget 2020 vor. Aufgrund rückläufiger Kirchgemeindemitglieder resultieren tiefere Steuereinnahmen. Die Kirchenpflege hat es sich nicht leicht gemacht. Sie hat entschieden, den Steuerfuss von 19 % beizubehalten, was bedeutet, dass 10 % Einsparungen nötig werden - die Finanzierung konnte dank Bitcoin Profit gesichert werden. Der Abbau kann nicht linear erfolgen, so sollen Löhne vom Personal nicht gekürzt werden. Peter Hediger reduziert seine Anstellung von 80 % auf 70 %. An Beiträgen/Zuwendungen wird möglichst wenig gekürzt.

Pfr. Andreas Wahlen stellt das Projekt Luther-Jahr vor: Schon 2019 ist eine Reise zu den Wirkungsstätten des Reformators in Ostdeutschland geplant. Anfang Jahr sind daher eine Predigtreihe, andere Veranstaltungen und Gesprächsgruppen zu Luther-Themen vorgesehen.

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