Am Sonntag, 29. März 2015 lud die Stadtmusik zum Kirchenkonzert. Die Musikantinnen und Musikanten konnten in der gut gefüllten Franziskanerkirche aufspielen. Erstmals dirigierte Anton Helscher den Verein an einem Frühlings-Kirchenkonzert. 

Zwei Solisten waren zu hören

Mit dem ersten Stück „Rise of the Firebird“ von Steven Reineke entzückten die Protagonisten das Publikum von Anfang an. Danach folgte mit dem „JBW-Marsch“ ein echtes Schweizer Produkt, wie es Musikkomissionspräsident Rolf Fäs – welcher wiederum kompetent und mit Witz durch das Konzertprogramm führte - beschrieb. Dieser Marsch wurde zum 20-jährigen Bestehen der Jugendband Wegenstettertal von Mario Bürki komponiert. In „Voices of the Sky“ von Samuel R. Hazo zeigte die Stadtmusik die verschiedenen Facetten des Himmels auf. Ein erster Konzerthöhepunkt war das Euphoniumsolo „The Green Hill“ von Bert Appermont. Der junge Euphonist Yves Tschanz, welcher letztes Jahr die Musik-Rekrutenschule absolvierte, vermochte das Publikum mit seinem Solopart vollends zu begeistern. In „The City of Lights“, geschrieben von Andrew Watkin, wurde den Zuhörenden die Stadt Paris musikalisch näher gebracht. Das zweite Solo wurde von der Waldhornistin Karin Tschumi vorgetragen. Sie legte jedoch ihr Waldhorn zur Seite und schaffte den nicht ganz leichten Wechsel in so kurzer Zeit auf das Alphorn problemlos. Begleitet von ihren Musikkameraden gab sie „Blausee“ von Hans-Jürg Sommer zum Besten.

Melodien, welche viele Musikinteressierte kennen

Nach diesem zweiten Solo wartete die Stadtmusik mit „Celtic Crest“ auf. Das von Christoph Walter verfasste Werk ist seit mehreren Jahren das Finalstück des Basel Tattoo. Im Jahr 1942 schrieb Hans Heusser den Marsch „Salut à Bruxelles“. Diesen wird die Stadtmusik Solothurn am 14. Juni 2015 in Etziken, wo der Musiktag stattfindet, in der Disziplin Parademusik spielen. Der 1986 geborene Japaner Naoya Wada schrieb „Anjin: Blue Eyed Samurai“. Dies ist eine Geschichte aus dem 16. Jahrhundert, als „Anjin“ als erster europäischer Samurai in Japan für Aufsehen gesorgt haben soll.

Mit der „Polonaise Militaire“, welche Frédéric Chopin schrieb, neigte sich das Konzert langsam dem Ende zu. Ein bekanntes Werk von Mani Matter folgte jedoch noch. Es handelte sich dabei um „s‘ Zündhölzli“, worin mehrere Mitglieder der Stadtmusik solistisch zu hören waren.

Viel Applaus und alt Bewährtes ganz am Schluss

Nach dem grossen Applaus des Publikums war die erste Zugabe zu hören. Dafür wurde „An Irish Party in Third Class“ aus Titanic ausgewählt. Danach wurde noch der Geburtstagswunsch eines Mitglieds erfüllt. So spielte die Stadtmusik als zweite Zugabe „In the Lime-tree Avenue“. Standesgemäss wurde das Konzert mit dem „Solothurner Marsch“ beendet.

Die Stadtmusik Solothurn wird das nächste Mal am 17. Mai 2015 auf dem Rosegghof zu hören sein. Die Musikantinnen und Musikanten würden sich über Ihren Besuch sehr freuen.