Kaum zu glauben: Das Schweizertreffen 2016 gehört bereits der Geschichte an. Am Donnerstag haben die Jungscharen ihr Rucksäcke wieder gepackt, die Zelte abgebrochen und sind nach Hause gereist – so auch die Jungschar Altisberg aus Gerlafingen. Mit im Gepäck nicht nur eine Menge schmutzige Klamotten, sondern auch ganz viele tolle Erlebnisse und wertvolle Erfahrungen: Das Schweizertreffen 2016 wird noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Zehn Tage verbrachte die Jungschar Altisberg in Walliswil bei Wangen, im Schweizertreffen der  EMK-Jungscharen- im Dorf Kùnabùlo, das extra fürs Lager aus dem Boden gestampft wurde. Die Jungschärler staunten nicht schlecht, als sie vergangene Woche den Lagerplatz erreichten: Da standen doch tatsächlich richtige Holzhäuser. Aber das Beste war: In den Häusern wohnten richtige Leute, die man einfach so besuchen konnte. Es waren die Bewohner von Kùnabùlo, dem Lagerdorf, und gemeinsam mit ihnen versuchte die Jungschar Altisberg das Geheimnis der Sanduhr zu lösen. Diese war nämlich urplötzlich im Dorf aufgetaucht und sollte nun wieder verschwinden. Deshalb verdienten die Jungschärler an einem Postenlauf mit grossem Einsatz Zutaten, um die Sanduhr zu sprengen. Und bewiesen, als ein wertvolles Mittel zur Verlangsamung der Sanduhr gestohlen wurde, während einem ganztägigen Parcour mit unterschiedlichen Aufgaben und Wettkämpfen, dass sie vertrauenswürdig sind. Und natürlich wurde auch gemeinsam Gesungen, über dem Feuer gekocht und über Gott und die Welt nachgedacht. „Der Höhepunkt des Lagers war aber eindeutig die 2-tägige Wanderung mit der Übernachtung in Kestenholz“, sagt Gruppenleiter Samuel Hadorn (alias Bonobo). An dieses Erlebnis – und viele weitere aufregende, spannende, herausfordernde aber wertvolle Momente, werden sich die Jungschärler und Leiter der Jungschar Altisberg also noch lange erinnern. Überhaupt hat sich die Teilnahme am Schweizertreffen definitiv gelohnt: „Wir haben die Zeit im Zelt einfach genossen – das heisse, aber schöne Wetter, die Gemeinschaft – es war ein gutes Gefühl, Teil dieses grossen Lagers zu sein“, sagt Marea. Und gross – das war das Schweizertreffen allemal. Rund 28‘000 Schrauben wurden im Dorfkern ins Holz gedreht, für 117`000 Franken wurde gegessen, 3000 Plachen kamen zum Einsatz. Dass ein solches Lager überhaupt möglich war – dafür haben sich sehr viele Leute eingesetzt. Rund 750 verschiedene Helfer standen im Einsatz während dem Lager – zusätzlich zu den 50 Ressortleitern und OK-Mitgliedern. Sie leisteten so viele Arbeitsstunden, wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in 15 Jahren. Und dies freiwillig und unentgeltlich. Aber es hat sich gelohnt. Als die Jungschar Altisberg am Donnerstag den Lagerplatz verliess, tat sie dies müde aber zufrieden – und auch etwas wehmütig: Das Dorf Kùnabùlo ist ihr ans Herz gewachsen – seine Bewohner auch. Aber in wenigen Tagen wird von ihm nichts mehr zu sehen sein, ausser einigen Flecken auf der Wiese, wo die Zelte standen. So schnell, wie Kùnabùlo aus dem Boden schoss – so schnell verschwindet es nun wieder. Aber die Erinnerungen an Kùnabùlo – sie bleiben bestehen, auch wenn das Langimoos in Walliswil längst wieder eine Wiese wie jede andere ist.