Die Gesellschaft Einsiedelei St. Verena in Solothurn (GESV) feiert in diesem Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass unter-nahmen die Gesellschafter am letzten Sonntag im April, bei ausgezeichnetem warmem Frühlingswetter, einen Ausflug nach Bad Zurzach an das Grab der hl. Verena. Zu dieser Jubiläums-fahrt konnte der Präsident der GESV, Roland Heim, 38 Gesellschafterinnen und Gesellschafter begrüssen. Der Organisator und Aktuar der GESV, Markus von Arx, stellte auf der Hinfahrt den Zielort vor. Dabei erfuhren die Gäste in-teressantes zum geschichtsträchtigen Ort: wie z.Bsp. über den Jahrhunderte alten „Hurentanz“. Dieser wurde jeweils am
St. Verenatag an der Zurzacher Messen bis Mitte des 17. Jh. aufgeführt. Bad Zurzach wird von den Einheimischen liebevoll „ Fläcke Zuurzi“ genannt. Die Führerin führte kompetent die Gesellschafter durch das über 1‘600 jährige St. Verenamünster. Während der Führung erfuhren die Solothurner einiges über das Leben der hl. Verena in Tenedo, wie Zurzach zur Römerzeit genannt wurde.
1733 wurde das Verenamünster barockisiert. Das Hauptaltarbild „Verenas Aufnahme in den Himmel“ malte 1744 Jacob Carl Stauder, Sohn des Franz Carl Stauder, der das Hauptaltarbild in der Jesuitenkirche zu Solothurn malte. Nach der Auflösung des Chorherrenstifts 1876, dient das Verenamünster als katholische Pfarrkirche. Beeindruckend war das herabsteigen zum Sodbrunnen aus der Zeit der hl. Verna. Der Verena-Bilderzyklus aus dem Jahre 1631, gemalt von Caspar Letter aus Zug, stellte eindrücklich das Leben der hl. Verna dar. Der Besuch im Münsterschatz durfte nicht fehlen. In den barocken Holzkästen sind diverse Goldschmiedearbeiten aus verschiedenen Jh. ausgestellt: das Kopfreliquiar der hl. Verena, diverse Reliquienbehältnisse, das Bergkristallkreuz und andere liturgische Geräte. Das Verenakrüglein, ein römisches Steinkrüglein, (nicht grösser als eine Erwachsenenhand), das später mit einem goldenem Fuss und der Verenastatue verziert wurde, und das Verena-Armreliquiar sind die Glanzstücke des Münsterschatzes. Der Schluss der eindrücklichen Führung bildete der Besuch in der Verenakrypta. Hier befindet sich das 1613 neu geschaffene Hochgrab der hl. Verena mit der kunstvoll gestalteten Grabplatte. Zum Schluss der Führung überreichte Markus von Arx im Namen der GESV der Führerin einen „Führer durch die Einsiedelei St. Verena“ mit einem süssen solothurner Gruss. Mit grossem Applaus verabschiedeten sich die Gesellschafter von der Führerin, die jedem Gast zum Abschied einen „Schoggi-Verenathaler“ überreichte.
Nach der wohlverdienten Kaffeepause machte sich die Reisegruppe mit vielen Eindrücken und der Erkenntnis, dass Zurzach und Solothurn eine gemeinsame Geschichte mit der hl. Verna haben, auf den Heimweg. Die GESV setzt sich seit 25 Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Bürgergemeinde Solothurn finanziell für den Erhalt der Baudenkmäler der Verenaschlucht und Einsiedelei ein. Dazu führt die GESV eigene Führungen durch die Schlucht und Einsiedelei mit den Kapellen durch. Die nächsten Jubiläumsanlässe finden mit den öffentlichen Führungen durch die Verenaschlucht und Einsiedelei an den beiden Freitagen 13. Juli und 10. August 2018, jeweils ab 19 Uhr statt. Am 18. August werden die Vorstandsmitglieder am Samstagmarkt am GESV-Stand anwesend sein. Mehr über die GESV erfahren Sie bei www.einsiedelei.ch.