Balsthal

Jahresschlusshöck CVP Balsthal – Kurt Meyer berichtet vom Schloss Neu Falkenstein

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Referent Kurt Meyer (links) und Parteipräsident Peter Fluri

Kurt Meyer und Peter Fluri

Referent Kurt Meyer (links) und Parteipräsident Peter Fluri

Am Donnerstag, den 21. November 2019 fand im katholischen Pfarreiheim der Jahresschlusshöck der CVP-Ortspartei Balsthal statt. Parteipräsident Peter Fluri durfte eine erfreulich grosse Anzahl Interessierte begrüssen. In seinem kurzweiligen, mit vielen Bildern untermalten Jahresrückblick blickte er auf ein intensives Wahljahr zurück. Neben den nationalen Wahlen, bei welchen unsere beiden jungen Kandidierenden Rahel Fluri und Simon Hafner erfreulich gut abgeschnitten haben, konnte der Präsident Einblick in verschiedene Anlässe wie zum gutbesuchten Referat des ausgewiesenen Fachmanns Marcel Huber zum Thema «Sicherheit und Recht im Alter» oder zur Besichtigung des OeBB-Depots unter kundiger Führung der Herren Jürg Senn und  Marcel Mägli von der Dampflok-Gruppe geben. Und auch ein Ausblick auf das kommende Jahr durfte nicht fehlen. So wird die Generalversammlung der Ortspartei am 24. Februar 2020 stattfinden und ein Besuch der IFA in der Klus ist für den 21. März 2020 geplant.

Nach seinem mit Applaus bedachten Jahresrückblick konnte Peter Fluri den Hauptreferenten des Abends, Kurt Meyer vom Schlossverein Falkenstein, ankündigen. Und Kurt Meyer wusste die Anwesenden mit seinem spannenden Referat, welches ebenfalls durch Bilder ergänzt war, bei seinem Gang zurück durch die Geschichte zu fesseln. Die Anwesenden konnten unter der kundigen Führung des Referenten eine spannende Reise von der Gegenwart der Burg Neu Falkenstein bis zurück in die Anfänge der heutigen Burgruine erleben.

So berichtete Kurt Meyer von den Ausgrabungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und zeigte mit eindrücklichen Vorher-Nachher-Bildern, in welchem Zustand die Ruine vor diesen Ausgrabungsarbeiten gewesen war. Und so ging es weiter zurück durch die Jahrhunderte, vom «Rössli-Jean», welcher in revolutionärer Stimmung mit Kollegen am Ende des 18. Jahrhunderts für das Zustandekommen der heutigen Ruine durch Brandstiftung massgeblich verantwortlich war bis zurück zu den Anfängen der Burg um 1100, wohl erbaut im Auftrag des Bischofs von Basel.

Beim Gang durch die Geschichte warf der Referent auch immer wieder Schlaglichter auf die damaligen Lebensumstände. So waren die Solothurner Landvögte bis um 1500 nicht etwa Adlige, sondern Handwerker und Vogteistellen waren ein Karrieresprungbrett, so dass die amtierenden Landvögte kaum je älter als 30 Jahre waren. Das führte dazu, dass diese Stellen jeweils nur einige Jahre durch die gleiche Person besetzt waren. Aufgrund der jeweils kurzen Amtszeiten kam nie ein grosses Bedürfnis auf, sich wohnlich einzurichten. Diese Unbehaglichkeit hat auch ein Solothurner Schultheis anlässlich eines Besuchs mit grossem Gefolge auf der Falkenstein in seinem Tagebuch vermerkt. Für die hochrangige Gesellschaft gab es zu wenig Betten, so dass die Herren auf Bänken, Truhen oder am Boden auf Matten nächtigen mussten, da die richtigen Betten den Frauen vorbehalten blieben. Als Decken dienten den «hohen Herren» dabei die eigenen Mäntel!

Bei den spannenden Schilderungen von Kurt Meyer verging die Zeitreise zurück in die Vergangenheit unseres Wahrzeichens wie im Flug. Am Schluss des Referats dankte das Publikum dem Referenten mit einem herzlichen Applaus und Peter Fluri durfte Kurt Meyer ein Präsent mit Thaler Spezialitäten überreichen. Im Anschluss ergab sich unter den Anwesenden bei einem Glas Wein, einem Bier oder einem Kaffee das eine oder andere Gespräch und auch die Gebäcke, von der Speckzüpfe bis zum Kuchen, erfreuten sich reger Nachfrage. So klang ein spannender Jahresschlussanlass in gemütlicher Stimmung aus.

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