Die Katholische Kirche Luterbach erstrahlt in neuem Glanz. Die Mitgliederfirmen des GV Luterbach haben massgebend dazu beigetragen.

Die St. Joseph Kirche in Luterbach schaut auf eine lange Geschichte zurück. 1786 erbaut, wurde sie im 20. Jahrhundert mehrfach umgestaltet. 1926 wurde der heutige Kirchturm errichtet, ursprünglich allerdings noch mit einem spitzen Dach. Erst 1952 erhielt die Kirche ihre heutige Form. Doch der Zahn der Zeit geht auch an einem Gotteshaus nicht spurlos vorüber. So entdeckte man in den letzten Jahren mehrere Risse in der Fassade. Hätte man nichts unternommen, wären möglicherweise bald ganze Stücke aus der Fassade gebrochen. Architekt Markus Bütler erklärt, schuld daran sei der schlechte Verputz, der bei der letzten Renovierung 1972 verwendet wurde. Bei der aktuellen Renovation hat man darum aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und verwendete nur mineralisches und atmungsaktives Material.

Doch bevor die Arbeit an der Kirche beginnen konnte, musste  erst mal ein Gerüst erstellt werden. Dazu wird mehr Material benötigt als man gemeinhin annehmen könnte. Tatsächlich mussten Urs Schürch dipl. Bauführer und sein Team von der Menz Gerüste AG ganze 2000 Quadratmeter Gerüst errichten. Auch für erfahrene Gerüstbauer keine alltägliche Arbeit, ist der Kirchturm doch immerhin 30 Meter hoch. Ohne Kran, nur mit Hilfe eines Elektroaufzugs, bauten die Handwerker die 50 Tonnen schwere Konstruktion auf. Urs Schürch freut sich, dass die Arbeiten planmässig in drei Wochen erledigt werden konnten.

Zum Abschluss der Vorarbeiten der Baustelle kam Thomas Bärtschi von der AEK zum Einsatz. Er installierte einen Schaltkasten und legte die Kabel für die Handwerker. Ausserdem entfernte er vorübergehend alle Steckdosen, Schalter und Lampen, damit ungehindert an den Mauern gearbeitet werden konnte. Bei dieser Gelegenheit musste natürlich auch vieles ersetzt werden. So sollen nun an allen Eingängen der Kirche einheitliche Lampen hängen. Das bekannte Erkennungszeichen der St. Joseph Kirche, das Kreuz auf der Spitze des Turms, blieb hingegen unangetastet und leuchtete auch während der Renovation jede Nacht.

Ein wichtiger Teil der Renovationsarbeit wurde von der Firma Menz AG realisiert. Zuständig für die Koordination war Frau Heidi Bärtschi eidg. dipl. Malermeisterin. Sie betont, wie stolz sie auf ihr Team ist, das mit dem Abtragen der alten Verputzschichten Schwerstarbeit geleistet hat. Die drei Handwerker haben während über sechs Wochen, in der grossen Sommerhitze, Schicht um Schicht des Verputzes bis auf den mineralischen Untergrund abgefräst. Die nicht atmungsaktiven Kunststoffputze, welche dem alten Verputz aus den 70er Jahren beigemischt wurden, verhinderten Feuchtigkeitsbewegung im Gemäuer, was zur teilweisen Algenbildung und Abplatzungen des Putzes führte.

Frau Bärtschi betont, der neue Verputz werde viel länger halten. Vor 20 Jahren renovierte die Menz AG bereits die Kirche in Aeschi mit dem mineralischen Putzsystem. Das Resultat überzeugt bis heute. Besonderen Wert legten Frau Bärtschi und die Denkmalpflege auch auf den Farbanstrich. Bei der letzten Renovation habe man sich darüber leider kaum Gedanken gemacht und "einfach irgendeinen Weisston verwendet". Bei der aktuellen Renovation hat man versucht die ursprüngliche Farbe anhand alter Aufzeichnungen zu ermitteln.
Frau Bärtschi erinnert sich mit einem Schmunzeln, wie sie mit sechs Leuten vor der Kirche stand und die Farbe direkt vor Ort anrührte, bis alle zufrieden waren. Das Resultat sei ein "warmes Weiss" mit einem schwachen Rotton, welcher dem Betrachter ein Gefühl von Wärme vermitteln soll. Auch wenn man sich sehr bemühte, das ursprüngliche Erscheinungsbild der Kirche zu erhalten, ein paar kleine Änderungen mussten trotzdem vorgenommen werden.

So waren z.B. die Fenstersimse nach innen geneigt, weshalb Regenwasser direkt ins Innere der Kirche fliessen konnte. Als Folge wuchs sogar ein kleines Bäumchen aus einem der Fenster. Auch diese bauliche Schwachstelle wurde von der Menz AG korrigiert.

Die Kirche ist für viele Einwohner Luterbachs ein Wahrzeichen unseres Dorfes. Der Gewerbeverein Luterbach freut sich darum, dass seine Mitglieder bei der Renovation 2015 mitgestalten und mitarbeiten durften.

Unsere beteiligten Mitglieder:

  • Studer Gartenbau

  • Bernasconi Bau AG

  • Menz Gerüste AG

  • AEK Elektro AG

  • Gfeller Spenglerei & Sanitär

  • Menz AG

  • Jeker + Probst GmbH

  • Kurt Ochsenbein + Partner AG