An der gut besuchten Generalversammlung der SP Lostorf-Mahren wurde nebst den ordentlichen Geschäften das neue Parteiprogramm der SP Schweiz behandelt. Gastreferent Hans-Jürg Fehr fesselte die Genossen mit seine Ausführungen dazu. Die Generalversammlung der SP Lostorf-Mahren wurde mit einem Apéro eröffnet, an dem sich als besondere Gäste zwei Kandidatinnen und ein Kandidat für den Nationalrat vorstellten. Die drei von ihren Amteiparteien bereits Nominierten( Edna Baumgartner aus Dornach, Marco Simon aus Oberbuchsiten und Bea Heim aus Starrkirch-Wil) stellten sich kurz vor und legten ihre Motivation für die Kandidatur dar. Das Kernstück des Abends war zweifellos das Referat des ehemaligen Präsidenten der SP Schweiz, Hans-Jürg Fehr. Er führte die Zuhörer in das Parteiprogramm ein, das im Herbst vergangenen Jahres vom Parteitag in Lausanne verabschiedet worden ist. Während der damalige Medienrummel den Inhalten des Programms in keiner Weise gerecht wurde, stellte Fehr diese nun klar und differenziert dar und wusste mit seinen Ausführungen die Anwesenden zu fesseln und zu begeistern. Das Parteiprogramm, das nicht als kurzfristiges Positionspapier gedacht ist, sondern als eine Grundlage, die etwa für eine Generation gelten soll, ist in vier Teile gegliedert: Analyse der Zeit, in
der wir leben, Darlegung der Grundwerte der SP, unsere Vision und unsere Wege. Fehr verstand es, in jedes dieser Kapitel einen Einblick zu geben und bei aller erforderlichen Kürze die Zusammenhänge zu erläutern. Dabei rief er den Genossinnen und Genossen in Erinnerung, dass die Geschichte der Sozialdemokratie die Geschichte des Kampfes um Gerechtigkeit ist. Gerechtigkeit bedeute gleiche Lebenschancen für alle Menschen und mache nicht an den Grenzen des Nationalstaates halt. Von jeher sei ja die SP die Kraft des Internationalismus. Eindrücklich zeigteder Referent auch auf, wie heute die globalisierte Wirtschaft in die Gesetze des Staates eingreift. Das autoritäre System der Wirtschaft gefährde damit das demokratische der Politik. Dies sei einer der Gründe, warum eine Demokratisierung der Wirtschaft zu unseren Visionen gehöre. Die Anwesenden nützten anschliessend die Gelegenheit, dem prominenten Gast Fragen zu stellen. Die ordentlichen Geschäfte der Generalversammlung wurden ohne grosse Diskussionen abgewickelt. Magdalena Schmitter wurde für ein weiteres Jahr als Präsidentin gewählt und ihr zur Seite ein 10köpfiger Vorstand gestellt. Mit Kaffee und Kuchen liessen die Mitglieder und Gäste den Abend ausklingen. mgt