Rund 250 Kilo Kartoffeln ernteten Leute von Artha Samen im Bildungs-Sortengarten, den Artha Samen im Kapuzinerkloster angelegt hat und betreibt. Wie anno dazumal von Hand und mit Hacke "grübleten" sie kniend, gebückt, kauernd die Kartoffeln von 19 alten und sehr alten einheimischen Sorten aus dem Boden. Asylbewerbende aus Afghanistan halfen wacker mit. Kartoffeln in unterschiedlichen Rottönen, fast schwarze, dunkelblaue, aber auch die gewohnten beigefarbenen gab der Boden her. Kartoffeln, die in üblichen Lebensmittelläden kaum mehr zu finden sind. Die Klosterküche wird die grossen Kartoffeln auf die Teller von Gästen bringen. Die kleinen Kartoffeln nutzt Artha Samen für Neupflanzungen.
Der Kartoffelernte folgt nun eine Gründüngung. Bald werden Pflanzen gedeihen, zum Beispiel Phazelien, welche sich unter den Boden pflügen lassen und dort als natürlicher Dünger funktionieren. Damit kriegt der Boden zurück, was er für das Wachsen und Gedeihen der Kartoffeln aufgewendet hat. So geht Nachhaltigkeit anhand dieses Beispiels (aga).