Ökumenische Frauengemeinschaft Gretzenbach

Mehr Engagement und Nachwuchs

Im Römersaal konnte Teamleiterin Hanni Schneider vor einigen Tagen 52 Personen zur 20. Generalversammlung der Frauengemeinschaft Gretzenbach begrüssen. Alle waren schon im Vorfeld wie immer gut gelaunt, daher wohl auch die kleine Verspätung. Die drei Herren im Publikum, den katholischen, den protestantischen Pfarrer oder gar den Schreibenden, trifft jedenfalls keine Schuld. Stimmberechtigte gab es somit im Saal 49 Personen, bei einem abso-luten Mehr von 25.

Natürlich freuten sich schon vor der eigentlichen GV alle auf das herrliche Nachtmahl der Küchenfrauschaft um Vreny Ramel, das die flinken Helferinnen an die Tische brachten. Das Publikum zollte der gesamten Einsatzequipe dafür den verdienten Beifall. Leider waren an diesem Abend doch 18 Vereinsmit-glieder verhindert. Von zwei weiteren musste sich der Verein letztes Jahr für immer verabschieden. Für sie hatten sich die Anwesenden zu einer Gedenk- und Schweigeminute erhoben.

Gegen die Traktandenliste gab es keinerlei Einwände. Das Protokoll der GV 2018 bekam wie der Jahresbericht des letzten Jahres, die Hanni Schneider vorlas, die einstimmige Zustimmung durch Handerheben. Besonders gefallen hatten offenbar die vorweihnachtliche Carfahrt nach Konstanz und dort vor allem der Weihnachtsmarkt. Auch der Jahresausflug vom Juni ins Papillorama Kerzers und ins kleine, aber feine Murten war vielen noch in bester Erinnerung; von den zahlreichen anderen verschiedenen Anlässen mit meist regem Zulauf gar nicht zu reden.

Der Kassenbericht von Eleonora Schiavone hatte es dann aber in sich: das Vermögen des Vereins ist nämlich per Ende 2018 um mehr als die Hälfte gewachsen; in erster Linie natürlich wegen des Beizlifestes im letzten September und wegen des Rieseneinsatzes einiger Frauen. Marie-Theres Gugger, die zusammen mit Silvia Schraner die Kasse geprüft hat, lobte im Namen beider Revisorinnen die saubere und korrekte Buchhaltung. Kassen- und Revisionsbericht erhielten in der Folge die klare Zustimmung der Mitglieder und grossen Zuspruch.

Eleonora Schiavone stellte ebenso das attraktive Jahresprogramm 2019 vor, ihr Mann Dino sponsort erneut das Programm. Dafür bekamen beide einen Extraapplaus. Auch das Budget 2019 fand die einstimmige Genehmigung.

Gegenüber drei Austritten gibt es diesmal leider kein neues Mitglied für den Verein.

Wie immer nach einem Beizlifest spendet die Frauengemeinschaft grosszügig an spezielle Projekte, was alle Anwesenden für gut befanden. Vreni und Jrène Gugger bekamen ein herzliches Dankeschön für ihre wundervollen Weihnachts-karten. Vreni kreiert und schreibt auch die allseits beliebten Geburtstagskarten. Die beiden Damen erhielten dafür einen Blumenstrauss. Das Helferteam aus Küche und Service steht auch nächstes Jahr in gleicher Besetzung erneut zur Verfügung.

Danach ging Hanni Schneider mit Problemen, die ihr seit einiger Zeit auf dem Herzen liegen, ins Detail. Neue Ideen für Veranstaltungen sind z.B. gefragt, und vor allem eines beschäftigt sie: der Mitgliederschwund und die Suche nach «frischem Blut», vor allem jüngeren Frauen. Sie bittet deshalb alle, bei der Wiederaufstockung des Mitgliederstammes mitzuhelfen und zu werben. Das gleiche Problem gibt’s auch beim Team (Vorstand) und der Teamleitung: Sowohl Hanni Schneider als Teamleiterin wie ein weiteres Teammitglied stehen bei den nächsten Wahlen 2021 nach vielen aktiven Jahren im Vorstand nicht mehr zur Verfügung.

Hanny Huber überreicht nach ihrer Dankesrede Hanni Schneider für deren enorme Arbeit einen grossen Blumenstrauss, begleitet von riesigem Beifall. Hanny appelliert aber gleichzeitig in einem flammenden Aufruf an die anwesenden Frauen, dass auch die bislang weniger aktiven Mitglieder im Verein mehr Engagement und so vermehrt Unterstützung geben sollen. Damit könnte man nämlich endlich die Frauen entlasten, die seit Jahren immer in der ersten Reihe mitmachen. Eleonora wie das gesamte Team schliessen sich diesem Aufruf an und ernten so ein tosendes Klatschkonzert; und sicher auch bald Hilfe.

Hanni dankte noch einmal dem Team für seine Arbeit und allen fürs Kommen. Dank ihrer souveränen Leitung ist die GV schon nach gut 35 Minuten zu Ende. Natürlich blieben die meisten noch einige Zeit sitzen, um sich auszutauschen und alte Freundschaften zu pflegen.

Dietrich Paxmann