Der Kirchen- und Ad-hoc Chor mit GastmusikerInnen wartete am 1. Adventssonntag mit der böhmischen Hirtenmesse von Jakub Jan Ryba auf. Diese Messe gehört seit fast zwei Jahrhunderten zu den beliebtesten Weihnachtskompositionen und wird in Böhmen noch heute jedes Jahr gesungen. Der volksnahe Text erzählt eine Geschichte von Hirten, die sich mit den Dorfbewohnern und ihren Tieren auf den Weg machen und dem Weihnachtsstern folgen.

Pfarrer Ralf Bethke hielt das Eingangswort und begrüsste die zahlreichen Gäste, den Chor und die MusikerInnen: Sabrina Kuhn (1. Geige), Bettina Brand (2. Geige), Barbara Sandoz (Viola), Christoph Siegel (Cello), Martin Kuhn (Pauke), Hans Kummer (Querflöte) und Gianni Guida (Flügel). In gerade mal acht Proben gelang es Chorleiterin Vreni Brotschi einmal mehr ausgezeichnet, das Werk mit dem Chor einzustudieren und selbst Finessen wie Tempo und Lautstärke optimal zum Ausdruck zu bringen. Nach dem instrumentalen Offertorium folgte „Kyrie“, in welchem die beiden Solosänger Siddique Eggenberger, Tenor, und Armin Brotschi, Bass, das Publikum begeisterte. Weiter ertönte „Gloria“, das, wie von Vreni Brotschi in den Proben erwünscht, vom Chor fröhlich und mutig bis in die hohen Töne klangschön gesungen wurde. Zwischen dem Gesang gab es Lesungen von Fritz Suter aus „Jesaja und dem Matthäus Evangelium“ sowie die passenden Worte in der Predigt von Pfarrer Ralf Bethke. Das Zusammenspiel der Instrumentalisten und die 50 Stimmen des Chors vereinten sich weiter harmonisch in den folgenden vorgetragenen Stücken. Auch die Stimmbänder der Gottesdienstbesucher kamen nicht zu kurz: die beiden Gemeindelieder, zusammen mit dem Chor gesungen, sorgten für eine wunderschöne, gemeinschaftliche Atmosphäre, die zum Schluss in einen kräftigen Applaus überging.