„Jauchzet Gott“, mit diesem fröhlichen Lied stimmte der Männerchor Etziken die Besucher im reformierten Kirchgemeindehaus Aeschi zum Gottesdienst ein. Pfarrerin Monika Garruchet begrüsste die Gäste und kündigte an, dass Dirigent Robert Flury den Chor am Klavier begleiten werde. Und weiter: „Nun sind alle eingeladen, beim Lied: ‚Lobe den Herrn’ kräftig mitzusingen.“

Nach dem Gebet folgte die Sonate 3. Satz aus Mozart B-Dur virtuos gespielt am Klavier. Zwischen der Musik las Monika Garruchet das Palmsonntags-Evangelium nach Johannes 12, den „Einzug in Jerusalem“: Jesus ritt auf einem Esel in die Stadt und die Menschen am Wegrand winkten ihm mit grossen Palmwedeln zu, daher komme der Name „Palmsonntag“. Die Palme sei das Symbol der Mächtigen und der Sieger, aber warum ritt der Herrscher nicht auf einem edlen Pferd? Das konnte niemand verstehen, doch das war eine Lehre Jesus: er machte da nicht mit, sich zum König zu ernennen, wie es die Leute von ihm erwarteten. Diese Lehre könne auch ins heutige Leben übertragen werden, wie z.B. in einem Chor: "Jeder muss das Beste von sich geben, seine Stimme aber in den Dienst der Gemeinschaft stellen, wenn es gut tönen soll", schloss Monika Garruchet die Predigt.

Weiter ertönten die kräftigen Stimmen des Chors mit bekannten Liedern, wie „Kumbaya my lord“, „Cantate Domino“, „Rivers of Babylon“ und als Zugabe kamen die Zuhörer in den Genuss von „Ich war noch niemals in New York“, „Bajazzo“ sowie „Die schöne Spanierin“. Der mit vielseitiger Musik durchgeführte Gottesdienst endete mit einem kräftigen Applaus für die gekonnt vorgetragenen Stücke. Die zahlreichen Besucher liessen den Sonntagmorgen beim anschliessenden Apéro gemütlich ausklingen.