Luterbach

Gesunde Finanzen, Fehlverhalten hat Konsequenzen

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Die Familienausgleichskasse des Gewerbes (GEFASO) hat einen neuen Präsidenten. Der bisherige Vorsitzende Marcel Studer hinterlässt ein geordnetes Haus mit tiefen Prämien für die Mitglieder der Kasse. Für Ordnung sorgten zwei Kündigungen, eine bei der AKSO und eine bei der Baloise Bank SoBa.

Nach über 20 Jahren im Vorstand und deren 15 als Präsident tritt der 64 jährige Hägendörfer Malermeister Marcel Studer als Präsident der GEFASO zurück. Die Kasse ist kerngesund und verwaltet das Vermögen ihrer zahlreichen Mitglieder äusserst erfolgreich. Als krönenden Abschluss seiner Präsidialzeit durfte Marcel Studer der Versammlung auch noch eine Senkung des Beitragssatzes auf 1.3 Prozent vermelden. In seinem ausführlichen Jahresbericht würdigte der scheidende Präsident auch seine Vorstandskollegen und dankte für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in all den Jahren.
Als neuer Präsident wählte die Versammlung den langjährigen Vize-Präsidenten Anton Sonderegger aus Langendorf. Der Gärtnermeister verdankte die grossen Leistungen seines Vorgängers mit einem Geschenk und freut sich auf die kommende Zeit an der Spitze. Neu in den Vorstand der GEFASO wurde Gilbert Studer aus Rüttenen gewählt. Der Inhaber eines Maler- und Gipsergeschäftes vertritt den Solothurner Maler- und Gipserverband. Seit 2011 nimmt der Luterbacher Hugo Schumacher von Amtes wegen für den Zentralvorstand des kantonalen Gewerbeverbandes Einsitz im Vorstand der Kasse.

In seinem letzten Jahresbericht durfte der Präsident auf einige abgeschlossene Baustellen hinweisen. Die von der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn (AKSO) gelieferten Daten genügen seit einiger Zeit nicht. Da zudem die verrechneten Kosten für EDV und Verwaltung viel zu hoch ausfallen, wurde die im Jahre 1962 abgeschlossene Vereinbarung im 2012 gekündigt.
Die Anlagestrategie der GEFASO wurde von der Baloise Bank SoBa umgesetzt und führte zu guten Resultaten. Trotzdem wurde im Herbst 2012 der Baloise Bank SoBa das Mandat für die über 6 Millionen Anlagekapital gekündigt. Der Grund liegt in der Uneinsichtigkeit des Baloise Bank SoBa CEO, Jürg Ritz. Der Banker verärgerte das Solothurner Gewerbe bei seinem privaten Hausbau, indem er grosse Teile des Gebäudes aus dem Ausland bezog. Dies obwohl die GEFASO der Baloise Bank SoBa das Mandat ausdrücklich wegen der regionalen und gewerblichen Verankerung erteilte. Da Herr Ritz sich für seinen Fehler nicht öffentlich entschuldigen wollte, wurde das Vermögensverwaltungsmandat mit der Baloise Bank SoBa gekündigt und neu der Regiobank Solothurn anvertraut. 

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