Abnahme der Straftaten bei Jugendlichen

Zur Jahresversammlung trafen sich Delegierte und Mitglieder des Jugendfürsorgevereins Thal im Gasthof Kreuz in Welschenrohr. Über die Arbeit der Jugendanwaltschaft orientierte Barbara Altermatt, Jugendanwältin in Solothurn.

Weniger Heimplatzierungen

Pro Jahr fallen rund 850 neue Strafverfahren an, was zu 260 Vorladungen wenn möglich in Anwesenheit der Eltern führt. 200 Aufträge werden an den Sozialdienst weiter geleitet. All diese Arbeiten bewältigen drei Jugendanwälte, drei Sozialarbeitende und vier Sachbearbeiterinnen. Deutlich abgenommen haben die Platzierungen in Jugendheimen, nämlich um 45 Prozent seit 2010, da diese Massnahme nicht den erwünschten Erfolg bringt. Zugenommen haben die ambulanten Massnahmen.

Zukunftsperspektiven aufzeigen

„Ziel unser Arbeit ist es, die Jugendlichen auf ihrem Weg in der oft schwierigen Entwicklungsphase ruhig zu begleiten, ihren Selbstwert zu steigern und die Identität zu fördern,“ meinte Barbara Altermatt abschliessend. Dabei gelte es auch darum, Zukunftsperspektiven zu eröffnen, die beruflichen Möglichkeiten abzustecken und gegenseitigen Vertrauen aufzubauen.

Beitragsleistungen ausgewiesen

In Abwesenheit des Präsidenten Stephan Berger führte die Vizepräsidentin Kathrin Schmid speditiv durch die Traktanden. Im Jahresbericht des Vereins, der vor 130 Jahren gegründet wurde, legte der Präsident die Tätigkeit mit der Bewilligung von Unterstützungsbeiträgen dar. Übernahme von Lagerkosten, Nachhilfeunterricht, Sprachtherapien, Erholungsferien, Kindervelo, Umbau eines behinderungsgerechten Familienautos wurden unterstützt, alles Fälle, wo kein anderer Kostenträger zuständig war. Dies ergab Beiträge von insgesamt 11 100 Franken, wie Marianne Meier in ihrer Jahresrechnung darlegte. 

Walter Schmid