Wenn ein Kind zum Spass immer «Hilfe, Hilfe!» schreit, selbst wenn gar keine Gefahr besteht, schimpft man mit ihm, weil es dann auch nicht mehr ernst genommen wird, wenn ein wirklicher Notfall eintritt. Solch unnötiges Geschrei ist als gefährlich einzustufen.

Wenn nun «einfach so zum Spass» auf einer grossen, breiten Sammelstrasse mit grossen breiten Gehsteigen auf beiden Seiten, gut beleuchtet, schwach befahren und nie zu Problemen Anlass gebend, plötzlich ein Tempolimit wie auf schmalen Wohnstrassen eingeführt wird, so ist dies ebenso zu schelten, weil niemand es ernst nehmen wird.

Gesetze, die an Vernunft und Notwendigkeit vorbei eingeführt werden, sind kontraproduktiv. Wie beim «Hilfe, Hilfe!» der Kinder wird dann nämlich auch eine wirklich wichtige Beschränkung persönlicher Freiheit nicht mehr ernst genommen, ja gar als Schikane empfunden. Und das ist gefährlich!

Da, wo die Wege eng sind, ohne Trottoirs, schlecht beleuchtet, und wo viele Kinder spielen, soll nämlich wirklich konsequent 30, oder gar 20 km/h gefahren werden! Das gilt auf vielen Strassen der Solothurner Quartiere Hubelmatt, Fegetz und Blumenstein - aber sicher nicht auf der St. Niklausstrasse!

Jürg Naegeli, ein Anwohner, der diesen Arbeitsweg seit 26 Jahren täglich ohne jedes Problem per Auto und Velo in angemessenem Tempo befährt.