Militante Fusionsgegner reissen Abstimmungsplakate herunter! Sachlich stichhaltige Argumente gegen die Prüfung einer Fusion gibt es keine. Also werden Emotionen geschürt und haltlose Behauptungen aufgestellt.

Da wird z.B. suggeriert, das Baselbiet würde seine Selbständigkeit verlieren. Dabei hätten die Baselbieter in einem vereinigten Kanton fast eine Zweidrittelsmehrheit (wenn man nur die stimmberechtigten Schweizer zählt).

Oder es wird angedeutet, dass die Steuern steigen würden. Dabei ist es Baselland, das in den roten Zahlen steckt, nicht Basel-Stadt. Die Einsparmöglichkeiten werden tunlichst unterschlagen.

Wer steckt dahinter? Es ist zu vermuten, dass einige Meinungsträger um ihr Ämtli fürchten, denn in einem vereinigten Kanton braucht es weniger Regierungräte, weniger Kantonsräte, weniger Kommissionen und weniger Chefbeamte. Gewöhnliche Staatsangestellte hätten dagegen nichts zu befürchten, denn Polizisten, Lehrer, Spitalangestellte usw. bräuchte es genau so viel wie bisher.

Ich habe 20 Jahre in Basel-Stadt und 25 Jahre im Baselbiet gelebt, jetzt wohne ich im solothurnischen Leimental. Als neutraler Beobachter sehe ich in der Fusionsprüfung eine grosse Chance für unsere Region. Wenn später ein konkreter Vorschlag vorliegt, kann ja das Volk nochmals abstimmen.