Wangen bei Olten

Fürobe-Bier des Gewerbevereins

megaphoneLeserbeitrag aus Wangen bei OltenWangen bei Olten

Kürzlich trafen sich 21 Mitglieder und Gäste des Gewerbevereins im Goccetto zum Fürobe-Bier. Bei guter Stimmung wurde  begrüsst und rege diskutiert. Zu einem feinen Tropfen Wein oder einem kühlen Blonden servierten Mike und Pascal als tolle Gastgeber im Goccetto leckere Käse- und Fleischplättli. Als die letzten Gäste gegen 19 Uhr eingetroffen waren, begrüsste Co-Präsidentin Nicole Grütter alle offiziell und übergab das Wort Prof. Dr. Christoph Hugi, Dozent an der Hochschule für Life Sciences (FHNW-HLS) im Bereich nachhaltiges Ressourcenmanagement.

Christoph führte aus, dass wir gegenwärtig zirka drei Erden benötigen würden, um unseren aktuellen Konsum in der Schweiz für alle zu ermöglichen. Wie aber bewusst, nachhaltiger handeln im Bereich der Lebensmittel, die einen Drittel aller Umweltbelastungen ausmacht? Ein Ausgleich dieses Ungleichgewichtes könne durch drei grundlegende Strategien geschaffen werden: Effizienzsteigerung - weniger Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch Verwertung auch nicht perfekter Lebensmittel, durch geplanten Einkauf/Verzehr, durch Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel und einer Vermeidung/Minimierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Kreislaufwirtschaft – Kleinräumig Kreisläufe durch regionalen, saisonalen Einkauf und Verwertung; organisches Material kompostieren/vergären und Nährstoffe zurück aufs Feld bringen; unverpackte Lebensmittel einkaufen. Bewusster Verzicht – Nur saisonal und regional einkaufen, weniger dafür qualitativ hochwertiger tierischer Produkte.

Der Referent weckte bei uns das Bewusstsein, dass Lebensmittel und insbesondere ein Stück Fleisch wieder mehr geschätzt werden sollten.

Nicole fragte im Anschluss an das Referat nach, was er als Experte uns KMUler nun konkret raten kann, um die Situation zu verbessern. Anhand eines Beispiels aus der Malerbranche zeigte er auf, dass bezüglich Farben auf Wasser- anstelle Lösungsmittelbasis, bereits viel erfolgt ist. Er empfahl uns auch die Internetseite reffnet.ch, auf welcher viel Interessantes zum Thema zu finden ist. Als Dankeschön für den Einsatz erhielt Christoph einen Geschenkkorb aus dem Hofladen der Familie Anderegg, gefüllt mit Leckereien aus der Region, weitgehend unverpackt.

In der Folge wurde zu diesem aber auch zu anderen Themen noch ausgiebig weiterdiskutiert. Wir schauen auf einen gelungenen, geselligen Anlass zurück.

Nicole Grütter

Meistgesehen

Artboard 1