Attiswil

Fête de la Musique Attiswil – viel Musik unter freiem Himmel

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Der 21. Juni ist in Attiswil gleichbedeutend mit guter Laune, Geselligkeit und vor allem mit viel Musik. Der Tag der Musik wird im französischen Sprachraum, aber auch in vielen Kulturmetropolen rund um die Welt mit einem Fest für die Musik gefeiert. Diesen schönen Brauch hat der chœur par cœur auch in Attiswil aufgenommen und führte die „Fête de la Musique“ heuer schon zum vierten Mal durch.

Es ist kaum zu glauben! Der längste Tag des Jahres ist schon wieder „passé“ und die Tage werden wieder kürzer. In Attiswil bleiben viele schöne Erinnerungen an den längsten Tag zurück und vor allem noch der eine oder andere Ohrwurm, der sich in den Gehörgängen der Besucher der „Fête de la Musique“ festgekrallt hat.  Vielleicht hallen noch die Panflötenklänge mit „The Rose“ nach oder es brüllt noch der „Tiger im Tank“ vom „Wouf vo Woufischbärg“…
Der organisierende Chor hat Mut bewiesen und dieses Jahr den Anlass erstmals ganz unter freiem Himmel durchgeführt. Getreu dem Motto der Fête de la Musique, die Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen - aus den Konzertsälen und muffigen Hallen hinaus, raus an die frische Luft - wurde beim Schulhaus eine Open-Air Bühne aufgebaut. Der Mut wurde belohnt! Kaum erklangen am Sonntagvormittag die ersten Willkommenstöne vom chœur par cœur, verzogen sich die Regenwolken und bei „Atemlos“, vorgetragen von der Jugendakkordeongruppe Solothurn, kam sogar die Sonne zum Vorschein. Viel frischen Wind brachte die Musikschule Bipperamt mit an die Fête de la Musique. Die Kinder und Jugendlichen bewiesen ihr Talent in allen möglichen Formationen und mit verschiedenen Instrumenten. Sei es der schön vorgetragene Einzelvortrag auf der Querflöte von Selina Frey oder die Gitarrensoli der “MSB Rockers“, die lüpfigen Schwyzerörgeli Klänge, klassisches von Celloquintett und Geigenensemble oder auch modernes von den Saxophon und Schlagzeugschülern – alle vermochten das zahlreich erschienene Publikum zu begeistern. Mal köstlich, mal berührend waren die Auftritte der jungen Talente vom Ukulelenhimmel. Lieder wie „Gwaggelizahn“ oder „Surfe ufem Bielersee“, von den Kindern mit viel Enthusiasmus gesungen, waren herzerfrischend schön. Der Song „Wenn d Sunne hingerem Jura ungergeit“ rührte das Jurasüdfüesser Publikum im Herzen. Ganz neu an der diesjährigen Fête de la Musique waren die sanften Töne der Panflötengruppe Rüttenen oder die mazedonische Musik, vorgetragen auf der Bouzouki von Dragoljub dem Serben. Die „4 Fiechter“ entführten uns mit ihren Liedchen nach Lummerland zu Jim Knopf und „mit Garacho übers Fäud und dra verbi“… Die Wandergruppe Wolfisberg, inspiriert von ihrer Südamerikareise, entlockten Cajòn, Gitarre und Melodica ihre schönsten Töne. Schon zum vierten Mal bei der Fête de la Musique dabei, war die heute 10 jährige Annina Gyger. Zusammen mit Leonie Kurth sangen die beiden moderne Stücke wie „Impossible“ von James Arthur und begleiteten sich selbst mit ihren Ukulelen. Annina zeigte ausserdem, dass ein einfacher Trinkbecher ein tolles Rhythmusinstrument sein kann und brachte das Publikum mit ihrem Stück „Cups“ zum Staunen. Gute Laune verbreiteten auch Jasmin und ihr Gotti mit Geigenmusik und Gitarre. Die am weitest gereisten Interpreten kamen aus St. Légier bei Montreux. Der Gemischte Chor aus der Romandie bewies Sprachgewandtheit und beeindruckte das Publikum mit schön vorgetragenen Liedern auf indianisch, rätoromanisch, deutsch, französisch und sogar in „Seisler“ Dialekt. In den kurzen Umbaupausen leisteten die beiden Tontechniker von „x-tec“ wahre Wunder, so dass alle Gruppen bis zu den hintersten Festbänken harmonisch und ohne unerwünschte Zwischentöne zu hören waren. Ausserdem bot sich dann dem Publikum die Gelegenheit sich auszutauschen oder sich am reichhaltigen Angebot der Festwirtschaft zu bedienen.
Mit dem guten Gefühl den längsten Tag des Jahres an einem einmaligen und inspirierenden Fest voll ausgekostet zu haben, dürfen wir nun die kommenden Sommertage geniessen und sie getrost kürzer werden lassen.

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