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FDP Erlinsbach besucht IBA-Kraftwerk Aarau

megaphoneLeserbeitrag aus Erlinsbach SOErlinsbach SO

Interessanter Besuch

Die FDP Erlinsbach AG besuchte am 9. September 2011 bei schönstem Spätsommerwetter das IBA-Kraftwerk Aarau und liess sich von Dr. Hans- Kaspar Scherrer, CEO IBAarau AG, Aarau und dem Leiter Kraftwerk Hansjürg Tschannen über die Erneuerung der Kraftwerksanlage orientieren. Das erste Kanalkraftwerk ist 1894 gebaut und in Betrieb genommen worden. Gegenwärtig sind zwei Kraftwerke in Betrieb: Zentrale 1 (südlich des Turms) und Zentrale 2 (nördlich des Turms) Die geltende Konzession datiert aus dem Jahr 1954 und läuft 2014 ab. Die Zentrale 2 mit ihren 7 alten stehenden Kaplanturbinen soll vollständig neu gebaut und mit 2 schrägliegenden Hochleistungskaplanturbinen ausgerüstet werden. Daneben werden die Hochwassersicherheit, die Gewässer- und Auenlebensräume mit grossem Aufwand verbessert. Verschiedenste Projekte, wie zum Beispiel die Neugestaltung des Erzbaches ab dem Schlammsammler in der Schachenmatt bis zur Aareeinmündung, sind vorgesehen. Das gesamte Erneuerungsprojekt wird rund 150 Mio Franken kosten. In der langfristigen Erneuerungsplanung ist später auch ein mechanischer Retrofit der 4 Turbinen der Zentrale 1 vorgesehen. Vorerst gilt es, die neue Konzession rechtzeitig zu erhalten.
Das Motto: Weniger Wasser - mehr Strom - mehr Oekologie wird durch die Geschäftsleitung der IBAarau AG mit Oeffentlichkeitsarbeit verständlich gemacht. Behörden der betroffenen Gemeinden sowie interessierte Umweltverbände sind in der Projektentwicklung einbezogen. Hans- Kaspar Scherrer stellt eine erfreuliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit fest.
Das erneuerte IBA-Kraftwerk wird aber trotz Leistungssteigerung auch weiterhin nur rund 20 % des durch die IBAarau Strom AG verkauften Stroms produzieren können. Nach wie vor ist man also auf andere Lieferanten und Produzenten im In- und Ausland angewiesen, erst recht, wenn der durch schweizerische Kernkraftwerke produzierte Strom dereinst wegfallen sollte. Die IBAarau will die Eigenversorgung in den nächsten Jahren auf 50% des Verbrauches steigern. Dabei werden alle Möglichkeiten und Potenziale einbezogen, die sich im Versorgungsgebiet und auch ausserhalb ergeben.(rw)a

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