Eppenberg-Wöschnau

ETH-Agronom als Pfarreileiter in Schönenwerd

megaphoneLeserbeitrag aus Eppenberg-WöschnauEppenberg-Wöschnau
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Vakanz bei Römisch-Katholiken beendet.

Rund zwei Jahre hielt die römisch-katholische Pfarrei Schönenwerd-Eppenberg-Wöschnau seit der Pensionierung von Pfarrer Robert Dobmann Ausschau nach einem geeigneten Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Jetzt wurde der Kirchgemeinderat fündig: Am 1. August hat Peter Kessler seine Stelle als Gemeindeleiter angetreten. Am vergangenen Sonntag - am Fest Mariä Himmelfahrt, dem Patrozinium der Pfarrei - stellte sich der neue Gemeindeleiter in einem Gottesdienst, den er gemeinsam mit dem abtretenden Pfarrer feierte, der ganzen Gemeinde vor.

Der 54-jährige Thurgauer Peter Kessler wurde in Kolumbiens Hauptstadt Bogotà geboren und zog später mit seinen Eltern nach Bern. Ursprünglich liess er sich an der ETH zum Ingenieur-Agronom ausbilden und war unter anderem im Bundesamt für Landwirtschaft sowie in der Entwicklungshilfe in Pakistan tätig. 1999 schloss er ein zweites Studium in Theologie an der Universität Freiburg ab. Seither arbeitete er über zehn Jahre in der Seelsorge als Pastoralassistent in den römisch-katholischen Pfarreien von Wohlen AG, Aarau und Zollikofen BE. In Schönenwerd übernimmt Peter Kessler erstmals eine Gemeindeleitung, gleichzeitig ist er in dieser Pfarrei der erste Leiter, der nicht Priester ist. Im künftigen Pastoralraum, der neben Schönenwerd und Eppenberg-Wöschnau auch Däniken, Dulliken, Gretzenbach und Walterswil umfassen wird, steht als Priester der Dulliker Pfarrer Josef Schenker zur Verfügung. Pfarrer Robert Dobmann wird weiterhin Aushilfe leisten.

In der ungewöhnlich grossen Zahl von Gottesdienstbesuchern am Sonntag kam der «Gwunder» zum Ausdruck, wer denn nun nach der über 30-jährigen Ära Dobmann die Pfarrei Schönenwerd in die Zukunft führen wird. Beim Apéro im Pfarreiheim, wo die Pfarreimitglieder mit Peter Kessler anstossen konnten, waren das Wohlwollen für den neuen Seelsorger, den ein ungewöhnlicher Weg zum Dienst in der Kirche führte, wie auch die Erleichterung über das Ende der Ungewissheit während der langen Vakanz spürbar. Die feierliche Einsetzung des neuen Gemeindeleiters wird im Herbst stattfinden; das genaue Datum legt der Pfarreirat diese Woche fest. (cva)

Zum Bild:
Neues Gesicht Der seit Anfang August Schönenwerder Gemeindeleiter Peter Kessler im Gespräch am Apéro nach dem Gottesdienst vom Sonntag. cva

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