Erlinsbach SO

«erlinsbacher bühne» im Greyerzerland

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Die "erlinsbacher bühne" in Jaun auf Vereinsreise

Die "erlinsbacher bühne" in Jaun auf Vereinsreise

Was geht da vor auf dem Erlinsbacher Dorfplatz, an diesem Samstagmorgen dem 15. September? Rund 30 Personen in Trachten, Edelweisshemden und tannigen Hosen, Bauern im Übergwändli, sogar ein Pfarrer in Soutane! Hochzeitsvorbereitungen vielleicht? Viel einfacher ist des Rätsels Lösung, die «erlinsbacher bühne» geht auf Jubiläumsreise. Und zwar «volklorig» und urchig angezogen, um sich auf das nächste Freilichtstück einzustimmen, wie das bei den Speuzer Theaterleuten bereits Tradition ist.

 Die Carfahrt führte nach Gruyère. Im malerischen Städtchen vor historischen Fassaden wollten sich gar einige Touristen mit der Reisegruppe fotografieren lassen. Gerne liessen wir sie im Glauben, auf typische Urschweizer gestossen zu sein.

Der Besuch im Schloss, dessen Räume ganz dem Werk des Künstlers H.R. Giger gewidmet sind, liess die Mitglieder abrupt in völlig andere Welt eintauchen:  Zukunftsvisionen, Bilder und Skulpturen eines genialen Künstlers, der mit seinen Aliens-Filmfiguren sogar einen Oscar gewonnen hat. Manch einem liefen Schauer über den Rücken.

Beim nächsten Carstop im Pass-Dorf Jaun war  zur Erholung von den Schlossgespenstern ein Apero mit Köstlichkeiten aus der Region an der Reihe. Unter  Führung des sehr ortskundigen Einheimischen Werner Schuwey durfte die Gruppe das Dorf und seine Geschichte näher kennen lernen. Schuwey, ein wunderbarer Erzähler, führte die Zuhörer in die speziellen Geheimnisse von Jaun ein. Vor allem der Friedhof mit seinen auffälligen Kreuzen war sehr eindrücklich. Die wie Soldaten in Reih und Glied stehenden Grabmale wurden grösstenteils durch Walter Cottier handgeschnitzt. Jedes Sujet entspricht in seiner Weise dem Beruf oder dem Charakter des Verstorbenen.

Nach dieser informativen Führung wurden die Köpfe auf dem Gastlosen etwas ausgelüftet. Ein herrlicher Ausblick auf das Tal bei perfektem Wetter. Rauf und runter ging es bequem mit der Sesselbahn.

Ein Dorf weiter stoppte der Car in Abländschen beim Restaurant Zitbödeli. Bei feinstem Essen und herzlicher Gasfreundschaft feierte die „erlinsbacher bühne“ fröhlich das 10 järige Jubliläum. Gekrönt wurde der Abend durch Gesang und Musik einer Geschwister-Kapelle. Mit ihren Trachten und den Interpretationen von bekannten Schweizer Volksliedern verzauberten die musizierenden Kinder die „erlinsbacher bühne“ und rührten die eine oder den anderen zu Tränen. Nach diesem gelungenen Fest und dem fleissigen Einkauf von  Alpkäse ging die Fahrt der gutgelaunten Schar wieder zurück nach Erlinsbach. Voller Vorfreude natürlich auf das neue Stück „De bös Geischt uf de Breiti“, das am 15. August 2013 Premiere feiern wird.

Willi Stadler aus Erlinsbach SO

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