Zuchwil hat seinen Energieplan erstellt. Dieser wurde an einer Informationsveranstaltung der interessierten Bevölkerung im Rahmen der „Tage der Sonne – nachhaltige Energieformen“ vorgestellt.

Namhafte Referenten der Energiezulieferer Bruno Jordi (AEK) und Marcel Rindlisbacher (Regio Energie RES) gaben aus ihrer Sicht, Einblicke in zukünftige Stossrichtungen der Energiewende. Es geht um den bewussten Umgang mit Energie (Wärme, Strom). Wir sind heute zu 80% vom Ausland abhängig, das Geld fliesst ab. Neue Energieformen versprechen ein Absenken der Treibhausgasemissionen und generieren lokale Arbeitsplätze.

Ziel ist die Verminderung der schweizweit immer noch 80%-Abhängigkeit vom Ausland. Die Wärmeenergie wird heute hauptsächlich durch Erdöl und Erdgas erzeugt. Rohstoffe die Treibhausgase erzeugen und endlich sind. In Zuchwil wurde 2012 Wärmeenergie zu 38,5% mit Erdöl und zu 28% mit Erdgas erzeugt. Sehr gut steht Zuchwil mit der Fernwärmenutzung durch die KEBAG/RES da. Der über 28-prozentige Anteil am Wärmeenergiebezug ist beachtlich.

Das Label „Energiestadt“ verpflichtet sich der enkelverträglichen Weiterentwicklung einer Gemeinde. Peter Baumann Leiter der Abteilung Bau und Planung und Energiestadtkoordinator führte im Einstiegesreferat die Anwesenden kurz durch die sechs Bereiche in denen die Energiestädte aktiv sind. Die Energieversorgung ist ein zentraler Bereich davon.

Deborah Zulliger (Firma Leupro) gab Einblicke in den Energieplan. Der Energieplan zeigt Möglichkeiten auf, wie die vorhandenen Erdgas- und Fernwärmenetze sowie weitere Wärmequellen beim Ersatz alter Heizungen optimal genutzt werden können. Die Stossrichtung ist klar; Reduktion von CO2, Verminderung des Verbrauchs nicht erneuerbarer Energien, hin zu erneuerbaren Energien und lokalen Arbeitsplätzen.

Christoph Bläsi, Energiefachstelle Kt. Solothurn würdigte die Wichtigkeit der Arbeit der Energiestädte. Speziell hob er das politisch abgesegnete, vorbildliche Vorgehen der Einwohnergemeinde Zuchwil im Erstellen des öffentlich, rechtlichen Energieplans hervor, dies auch im Hinblick der Umsetzung der Energiestrategie 2050 vom Bund.

Anwesend waren auch die lokalen Energieberater Roni Hess (Enerconorm) und Adrian Tschui (Enerhaus) Sie standen beim Apéro der interessierten Zuhörerschaft Red und Antwort. Informationstische betreut durch Fachpersonen von SSES „Tage der Sonne“ und der 2000-Watt-Region Solothurn, rundeten den Anlass ab.