Am Mittwochmorgen überreichte der Stadtpräsident Kurt Fluri den Klassen des Schulhauses Vorstadt ein Preisgeld. Bei der von so!mobil organisierten Aktion «Walk to School» sammelten die 104 Kinder während zwei Wochen fleissig für jeden Schulweg, den sie zu Fuss zurücklegten, goldene Punkte.

Herr Fluri gratulierte den Kindern für ihre Leistung und fasste nochmals zusammen, warum der selbstständig zurückgelegte Schulweg so wichtig sei. Dieser halte viele schöne Erlebnisse bereit, man könne Freunde treffen, aber auch mal unterwegs einen Streit austragen. Die Bewegung an der frischen Luft sein gesund, man gewöhne sich an das Wetter und könne sich dann im Unterricht besser konzentrieren.  

Im Rahmen der Aktion haben alle Klassen zusätzliche Projekte zum Thema Schulweg und Mobilität durchgeführt. Einige Klassen schauten den Film «auf dem Weg zur Schule» und lernten dabei einiges über die Strapazen, Gefahren und Freuden des Schulweges von Kindern in anderen Ländern. Sie waren beeindruckt vom elfjährigen Jackson aus Kenia, der jeden Tag zu Fuss einen Schulweg von 15 Kilometern zurücklegen muss. Carlito aus Argentinien reitet mit dem Pferd zur Schule und Samuel aus Indien bewältigt einen weiten Weg mit dem Rollstuhl. «Dagegen ist mein Schulweg nichts», meint die Drittklässlerin Anna.

Die Viertklässler von Frau Baumann haben Muffins und Guetzli verpackt und einen lieben Gruss dazu geschrieben. Auf dem Nachhauseweg haben die Kinder die Süssigkeiten an Passanten und Nachbarn verteilt. So nahmen die Kinder den Schulweg und die Menschen, denen sie beim Gehen begegnen, bewusst wahr. «Es ist eine sehr beliebte Aktion gewesen», freut sich Frau Baumann. «Einzelne Kinder waren total eifrig dabei und waren sichtlich betrübt, wenn ihre Eltern sie aus organisatorischen Gründen mit dem Auto gefahren haben.»

Zufrieden mit der Aktion ist auch der Hauswart. Er konnte eine deutliche Reduktion der Elterntaxis beobachten.