Derendingen

Einbürgerungen sind ein Gewinn für alle!

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Am vergangenen Freitag lud die SP Derendingen, gemeinsam mit den  SP-MigrantInnen Kanton Solothurn, rund 100 MigrantInnen ohne Schweizer Pass in die Aula Derendingen zur Infoveranstaltung über die Einbürgerungsmöglichkeiten ein.

Die beiden SP-Vorstandsmitglieder und Gemeinderatskandidaten Kosovare Rrustemi und Suthakaran Gaqnapathipillai zeichneten für diesen Anlass verantwortlich und führten unterstützt durch Florim Kadriu, Präsident des Unia-Migrantenkomitees Aargau, fachkundig durch den Abend.

«Ab dem 1. Januar 2018 wird für Einleitung des Einbürgerungsverfahrens die Aufenthaltsbewilligung C vorausgesetzt. Damit werden Studenten und andere Personen, die nach ihrer Ankunft in der Schweiz nicht genug verdienen um diesen Aufenthaltsstatus zu erreichen benachteiligt» hob Suthakaran Ganapathipillai hervor. Er rief deshalb die MigrantInnen, welche die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, das Verfahren noch in diesem Jahr einzuleiten.

Kosovare Rrustemi erklärte die vom Volk angenommene Initiative für die erleichterte Einbürgerung der 3. Generation. «Mit diesem Verfahren, welches voraussichtlich Anfangs 2018 in Kraft tritt, werden die Hürden für die Einbürgerung der 3. Generation massiv gesenkt. Es entfällt der Deutschtest, das Verfahren wird verkürzt und kostengünstiger und vor allem wird es direkt vom Bund bearbeitet, womit eine einheitliche Beurteilung gewährleistet ist» warb Rrustemi für dieses Verfahren.

Florim Kadriu informierte schliesslich noch über die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative. Die neuen Gesetzesbestimmungen zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative eine deutlich strengere Regelung für die Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer vor. Eine obligatorische Landesverweisung wird vom Strafgericht angeordnet, wenn es eine ausländische Person wegen klar definierter Delikte verurteilt. Sie dauert 5 bis 15 Jahre, im Wiederholungsfall 20 Jahre oder lebenslänglich. Der Deliktskatalog erfasst insbesondere Verbrechen, bei denen Menschen getötet, schwer verletzt oder an Leib und Leben gefährdet werden, schwere Sexualstraftaten sowie alle schweren Verbrechen gegen das Vermögen und Sozialmissbrauch.

Schliesslich waren sich die Teilnehmenden einig, dass die Einbürgerung für MigrantInnen viele Vorteile hat. Denn nur Personen mit Schweizer Pass können sich an den politischen Prozessen beteiligen und mitbestimmen.

Am anschliessend offerierte Apéro standen die Organisatoren den Teilnehmenden für Einzelfragen zur Verfügung.

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