Solothurn

Ein Tag Zugerberg

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Voller Erwartung findet sich an diesem grauverhangenen Januar Dienstagmorgen eine stattliche Anzahl Pro-Senectute-Wanderinnen und -Wanderer auf Gleis 1 im Hauptbahnhof Solothurn ein und harrt der Dinge die da kommen.

Herzliche Begrüssung und de no es guets Nöis, man kennt sich ja, wenn meist auch nur beim Vornamen und schon braust das muntere Trüppchen im ICN durch das schneefreie Mittelland über Zürich nach Zug. Da führt uns der Bus zur Talstation der Zugerbergbahn und jetzt geht’s obsi. Den See sehen wir nicht, er liegt im Nebel. Dieweil das Bähnchen rattert, starren wir gespannt nach vorn und oben, bohren Löcher durch die graue Nebelwand und plötzlich strahlt uns tatsächlich Helios persönlich goldglänzend entgegen. Welch herrliche Pracht, eitel Sonne und blauer Himmel! Die nahen Voralpen ragen um die Wette und übers weisse Wattenmeer grüsst dunkelblau der ferne Jura. Im Restaurant Zugerberg, gerade bei der Bergstation der ZBB, gibt’s Kaffee und Gipfeli, natürlich alles aufs Trefflichste organisiert durch Jeanette Christen und Erika Tschopp, unsere beiden Pro Senectute Top-Leiterinnen.

Und nun hält uns nichts mehr zurück: Auf einem der markierten Rundwanderwege des Zugerberges machen wir uns auf Wanderschaft. Die nahen Innerschweizer Voralpen vor Augen, links der Rossberg, geradeaus die Rigi, etwas rechts davon der Pilatus, durchqueren wir das berühmte Hochmoor, durchstreifen Wald und freies Feld, gehen über Brücken und Stege, passieren den Früebüel und erreichen zur Mittagsrast unser Ziel, den Pfaffenboden. Die Wirtschaft ist wegen „zu“ geschlossen. So verpflegen wir uns auf dem nahen Picknickplatz, wie geplant, aus dem Rucksack.

Nach der Stärkung führt uns Jeanette durch Jungwald und märchenhafte Schlucht,  über Altschneefelder und Trampelpfade sicher ins Restaurant vom Vorderen Geissboden, wo Kaffee und Nussgipfel auf uns warten. Weils keinen Schnee hat begegnen uns keine Schneebrettler und keine Langläufer, aber auch den Zugiblubbi bekommen wir nicht zu Gesicht.

Mit dem Bähnchen geht’s so um vier Uhr wieder hinunter. Die Platzreservation in den Zügen klappt mit fast beängstigender Sicherheit und trotz Gschtungg im Zug ab Zürich, treffen wir so  gegen sechs Uhr glücklich wieder in heimischen Gefilden ein.

Was für ein traumhafter Prachtstag! Alles lief wie am Schnürchen, umsichtig organisiert von unseren cleveren Leiterinnen,  die offenbar einen besonderen Draht zu Petrus haben. Ganz herzlichen Dank! Jeanette und Erika: wir kommen wieder!

Das Wanderprogramm erhalten Sie bei Pro Senectute Kanton Solothurn, Tel. 032 626 59 79.

Alfons Vitelli

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