Zum Ferienpass 2012 meldeten sich dieses Jahr 40 Kinder bei der Jagdgesellschaft Lostorf - Wartenfels an. Um den Meitli und Buben möglichst viel bieten zu können, anerbot sich das Nachbarrevier Gugen, die Hälfte der Kinder in ihrem Gebiet der Natur näher zu bringen.

Dienstag, 08.08.2012, 0500 Uhr, war es soweit, als die Eltern ihre Kinder den Jägern anvertrauten. Noch etwas verschlafen und fröstelnd ging es dann Gruppenweise ins Jagdrevier. Viele der Kids wussten schon von vergangenen Jahren her, dass es bald einmal heisst, absolute Stille oder  nur noch "leise" zu flüstern. Selbstverständlich war dies mehr als spannend und löste auch immer wieder ein Kichern aus. Zu den verschiedenen Hochsitzen oder Kanzeln aufgestiegen hiess es nun warten. Zur Freude aller, Kinder wie Jäger, zeigte sich unser einheimisches Wild an diesem vielversprechenden Morgen sehr beobachtungsfreudig. Bald schon tauchten die ersten beweglichen Schatten zwischen den Sträuchern und Bäumen an den Waldrändern auf. Die ersten Rehe, Rehgeissen und Böcke, wagten den Schritt ins Freie und begannen sofort mit dem Äsen, wie in der Jägersprache das Naschen der einzelnen Gräser und Pflanzen genannt wird. In alle Revierteile kam Bewegung. Rehe, Dachse, Füchse waren unterwegs und liessen sich kaum stören.
Ein besonderes Erlebnis war, als eine "Rotte", oder eine grosse  Wildschweinfamilie, zwischen zwei Waldstücken über eine Wiesen raste.
So gegen 0730 Uhr ging es ans Jägerfeuer zum wohlverdienten z'Nüni. Für Hunger und Durst war gesorgt. Die freudeglänzenden Kinderaugen und die "vollgestopften kleinen Mäuler" zeigten auch ohne darüber viel Worte zu verlieren: Das war ein Supermorgen im Jagdrevier Lostorf - Wartenfels.

Ein grosses Danke der Jäger an die Eltern und ihre Kinder für das grosse Interesse an der Natur und an unserem einheimischen Wild.

Joachim Kron