Mit diesem und ähnlichen Zitaten von Martin Luther lässt sich eine gutgelaunte Gruppe aus dem Evangelisch - Reformierter Pfarrkreis Obergösgen, Lostorf und Stüsslingen-Rohr den Werdegang Martin Luthers näher bringen.

Rund eine Woche dauert die Gemeindereise. Am Flughafen Berlin Tegel werden die Reisenden von der Reiseleiterin, Frau Petra Bischoff und dem Busfahrer, Herrn Wolfgang Padermann empfangen. Und schon am ersten Tag stellt man gegenseitig fest, dass die Reisegruppe eine gute Grundlage bietet um miteinander die Lutherstätten zu besichtigen.

Die erste Station ist Eisleben. Der Rundgang führt, mit der örtlichen Reiseleitung, vom Geburtshaus Martin Luthers über die St. Andreas Kirche und die Marktkirche, wo Luther wenige Tage vor seinem Tod zum letzten Mal predigte, bis zum Sterbehaus.

Einquartiert in Erfurt, dass die Gruppe  zu Fuss besichtigt, reicht die Zeit auch für so manchen individuellen Spaziergang und späten Schlummertrunk.

Weimar, ein weiterer Reiseschwerpunkt: Gespannt hören die Reisenden dem Bericht über Goethes und Schillers Freundschaft zu und besichtigen anschliessend die Stadtkirche St. Peter und Paul, wo Johann Gottfried Herder wesentlich der Reformation zum Durchbruch verholfen hat.

Mit der Wartburg zu Eisenach, und einer sehr lebendigen Führung, erlebt die Gruppe einen weiteren Höhepunkt. Junker Jörg (Martin Luther) übersetzt die Bibel und prägt damit Sprache und Geschichte. In seinem Fahrwasser gestaltet Johann Sebastian Bach auf reformatorischen Grundlagen einen riesigen musikalischen Schatz, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, inklusive Konzert auf originalen barocken Tasteninstrumenten, im Bachhaus nachempfinden können.

Und selbstverständlich Wittenberg. Hier wurde Martin Luther zum Theologieprofessor ausgebildet. Hier erarbeitete er die berühmten 95 Thesen. Hier schuf er die Grundlagen für die Evangelische Kirche und ebenfalls hier lebte er als verheirateter Mönch mit der Nonne Katharina von Bora. Faszinierend und nachdenklich stimmend im Augusteum die Sonderausstellung: „95 Menschen- 95 Schätze“.

Leipzig begeistert mit der Wirkungsstätte seines ehemaligen Thomaskantors J.S. Bach und der neueren Geschichte in der Nikolaikirche, wo die Montagsgebete stattfanden und als Auslöser des friedlichen Umbruchs von 1989 gelten.

Und zum Schluss, bevor die Reise wiederum in Berlin Tegel schliesst, besichtigt die Gruppe noch die Altstadt von Potsdam und die Schlösser Friedrichs des Grossen, Sanssouci auch von innen.

Mit vielen bleibenden Erinnerungen ist der Koffer (Lebensrucksack) ein wesentliches Stück grösser und reicher geworden.

Michale Schoger