Fahrwangen

Die Wohnung der Bienen ist bezugsbereit

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Am vergangenen Samstag ist in Fahrwangen mit einem grossen Fest das Wildbienenparadies eingeweiht worden. Schülerinnen und Schüler führten die Gäste durch das persönlich mitgestaltete Projekt an der alten Aescherstrasse.

«Vor ungefähr vier Jahren wurde in der Landschaftskommission (LKF)zum ersten Mal über das Thema Wildbienen gesprochen», erinnert sich Peter Bohn, Präsident von Natur- und Vogelschutz Oberes Seetal. Man prüfte verschiedene Standorte, suchte Mitwirkende an der Schule. Gemeldet haben sich Rita Werder von der vierten Klasse in Fahrwangen und Stefan Peterhans von der ersten Sek Sarmenstorf. Von der LKF stellte sich Simone Diem zur Verfügung. «Bee wild» war voll in Fahrt.

Für den Laien sieht das geschaffene Wildbienenparadies nicht allzu einladend aus. An die Stelle des «Wiesenteppich» ist ein aus Sand und Lehm gemischter Boden getreten. Peter Bohn erklärt: «Viele Wildbienen nisten im Erdreich, andere in Steilwänden, in Morschholz oder auch in leeren Schneckenhäusern. Bei rund 620 Arten werden unterschiedliche Präferenzen verständlich.» Dass mehr als 50 Prozent dieser Insekten vom Aussterben bedroht sind, mache die Wichtigkeit solcher Projekte klar. «Schliesslich sorgen Wildbienen durch Bestäubung für unsere Lebensgrundlage.»

Dies erfuhren auch die rund 200 Gäste nach der Begrüssung durch Gemeinderätin Simone Diem und dem Referat von Antonia Zurbuchen vor den Führungen. «Die Begeisterung der Jugendlichen ist ansteckend», freut sich Peter Bohn und dies stärke die Zukunft von «Bee wild». «Wenn Sohn oder Tochter zu Hause schwärmen, kriegt ein separates «Bluemechichtli» auf dem Balkon plötzlich eine Chance, setzen sich die Eltern mit neuen Themen auseinander – dann kann die Natur wachsen.»

Wer am Samstag nicht dabei sein konnte, erfährt auf www.beewild.ch mehr zum Wildbienenparadies.

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