Bei der Gestaltung des Jahresprogramms 2014 des Reformierten Frauenvereins Schönenwerd machte Assunta Wüthrich den Vorschlag, einmal das Aargauer Kunsthaus in Aarau zu besuchen. Das ist einmal etwas anderes, fanden die Programmmacherinnen und nahmen die Idee für den September 2014 ins Programm auf. Es zeigte sich am Dienstag, 2. September, dass dieses Thema trotz einigen Vorbehalten auf das Interesse der Vereinsmitglieder stiess, fanden sich doch 18 Personen – 16 Frauen und 2 Männer – zu der Führung durch die Sammlung des Kunsthauses ein. Das Aargauer Kunsthaus verfügt über eine der bedeutendsten Sammlungen an Schweizer Kunst, aus der der Reformierte Frauenverein Schönenwerd eine Auswahl durch eine versierte Führerin erklärt bekam. Dabei waren verschiedenste Künstler und Stilrichtungen vertreten, von Caspar Wolf (geboren 1735 in Muri AG, gestorben 1783 in Heidelberg), der die Landschaftsmalerei revolutionierte und idealisierte, bis zu modernen Künstlerinnen wie Meret Oppenheim und Eva Aeppli, der ersten Frau von Jean Tinguely. Nicht alle gezeigten Werke stiessen auf Zustimmung der Betrachterinnen und Betrachter. Die Erläuterungen der Führerin trugen aber zum Verständnis der Aussage der Werke bei. Auf jeden Fall hatten alle an diesem Anlass etwas über Kunst und Künstler gelernt. Denn auch in fortgeschrittenem Alter kann man Zugang zu weniger Alltäglichem finden. Eine der Frauen formulierte ihr Erfahrung so: «Jetzt weiss ich wenigstens, was in diesem Gebäude geboten wird.»