Daniel Häfliger / Männerriege Niedererlinsbach

Fünf Minuten früher als vorgesehen konnte die 33 köpfige Gruppe der Männerriege Niedererlinsbach im bequemen Car von Born Reisen und mit Claudio am Steuer das 3-tägige Abenteuer Piemont in Angriff nehmen. Das frühe Aufstehen wurde mit einem herrlichen Spätsommermorgen und fast mystischen Bodennebeln an der Aare belohnt. A propos Wetter, das blieb während der gesamten Reise perfekt.

3-Pässefahrt am Freitag.

Am ersten Tag waren vor der Ankunft am Ziel in Asti drei Höhepunkte im wahrsten Sinn des Wortes zu überstehen, nämlich der Brünig-, der Grimsel-, und der Simplonpass. Den ersten Kaffeehalt genoss die Gruppe auf dem Grimsel, wo auch viele Töff Fahrer eine Rast machten. Dem Totensee entlang führte die Fahrt dann hinunter nach Gletsch und via Brig, Simplon nach Crevoladossola (IT), wo im Ristorante il Bacco ein leckeres Mittagessen serviert wurde. Die Reise, die am ersten Tag immerhin 450 km betrug, wurde am Nachmittag am Ortasee von einer Schifffahrt mit Aufenthalt im schmucken Städtchen Orta unterbrochen. Es war mittlerweile schon Abend geworden und auf den restlichen zwei Stunden Fahrt war es ziemlich ruhig im Car. Reisen ist schön, aber doch auch ermüdend. Im Hotel Palio in Asti angekommen ging es dann zackig weiter: Zimmerbezug und kurz darauf Nachtessen. Ein Spaziergang anschliessnd und für einige noch ein Bierchen oder ein Glas Wein auf der Piazza rundeten den ersten Tag ab.

Trüffel, Wein und Sonne am Samstag.

Über Pünktlichkeit muss man in der Männerriege nicht diskutieren, die funktioniert einfach. Zeitig waren alle beim Frühstück und so blieb anschliessend ausreichend Gelegenheit für einen  Bummel über den Markt von Asti: Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse, Kleider, Blumen, Werkzeug, Haushaltartikel – alles wurde feilgeboten. Die Fahrt zum ersten Ziel am zweiten Tag – Trüffelsuche in einer Haselnussplantage – begann aber mit einer Herausforderung für Chauffeur Claudio. Er musste den Car zentimetergenau in ein Gässchen manövrieren, aber mit ein paar Mal vor- und zurücksetzen klappte es schliesslich. In Roddi übernahm die charmante Silvia die Truppe. Sie war unsere Dolmetscherin und Reiseleiterin für die nächsten Stunden. Bei der Trüffelsuche mit Giovanni und der 2-jährigen Hundedame Lady erfuhren wir interessante Details über die kostbaren Leckerbissen und erlebten, mit welcher Sicherheit der Hund die Knollen erschnüffelte. Es gibt 64 Trüffelsorten weltweit, wovon der weisse Trüffel mit bis zu 5000 Franken der wertvollste ist. Nach der Arbeit das Vergnügen heisst es doch, also nahmen wir uns die Zeit für einen Apéro mit Trüffelhäppchen und Wein.

Auf der Fahrt zum Mittagessen in Verduno erfuhren wir von Silvia Wissenswertes über Wein und Haselnüsse, die hauptsächlichen Produkte im Piemont. Bekannte Weine sind Barolo, Barbera und Nebbiolo. In der Trattoria dai Bercau wurden wir im Gartenrestaurant mit leckeren Speisen verwöhnt. Bei heissen Temperaturen über 30 Grad marschierte ein Teil der Gruppe anschliessend durch Rebberge und Wälder knapp 1 Stunde zur Cadia Azienda Agricola, wo wir den vielgepriesenen Wein degustieren konnten. Nach dem Nachtessen in Asti folgte der obligate Ausgang in die Stadt, wo wir von einem Tanzfestival profitieren konnten. Für Unterhaltung war somit gesorgt.

Aosta und die lange Carfahrt am Sonntag.

Am Sonntag hiess es früh aus den Federn, denn die Abfahrt war auf 8 Uhr angesagt. Es sollte ein langer Tag im Car werden. Nach 180 Km erreichten wir Aosta. Ein kurzer Rundgang mit Apéro und Shopping und weiter führte die Fahrt nach Pollein ins Agriturismo la Reina. Nach einem üppigen Mittagessen mit lokalen Spezialitäten nahmen wir die letzten 280 Km unter die Räder. Es war ruhig im Car, die meisten machten ein Nickerchen und nicht alle nahmen die Fahrt über den grossen St. Bernhard so richtig wahr. Via Martigny und Bern ging es nach Erlinsbach und dank dem Entscheid, auf den Kaffeehalt in Gruyère zu verzichten, kamen wir auch nicht gross in das zunehmende Verkehrsaufkommen auf der A1.

Diese Turnfahrt wird noch lange in bester Erinnerung bleiben, dafür gebührt Koni Pfister und Hans-Peter Lochinger der beste Dank für die Organisation.