Am Freitag 9.Mai 2014, feierte die Jägerschule Hubertus im Mösli in Niedergösgen, ihr 40 jähriges Bestehen. Gegründet wurde die Jägerschule und Stiftung Schweizerische Wildtierwarte von Peter Steiner. Für ihn ist Jagen kein Hobby, sondern eine Aufgabe. Bereits 1974 begann Peter Jägeranwärter aus verschiedenen Kantonen und Jagdsystemen (Revier und Patentjagd) für die Jagdprüfung umfassend auszubilden. Er weckte bei den JungjägerInnen über das Jagdwissen hinaus das Verständnis für das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur. Bereits nach kurzer Zeit sprach sich herum, dass das Mösli die erste Adresse ist, für eine gründliche Jagdausbildung. Bis heute wurden über 2500 Jägerinnen und Jäger aus 14 Kantonen in seiner Jägerschule Hubertus ausgebildet. Sie gehört unbestritten zu der ersten privaten Jagd-Fachschule der Schweiz.

Peter Steiners unermüdliches Engagement für die Jagd als Gesamtes, sowie die gewissenhafte und gründliche Ausbildung von angehenden Jägerinnen und Jägern, hat in Jagdkreisen und in der Öffentlichkeit immer wieder grosse Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden. Die eindrücklichste Auszeichnung stellt die goldige Verdienst- Medaille vom ritterlich böhmischen <<Sanct Hubertusorden, Kuks>> dar. Als erstem Schweizer wurde Peter Steiner 1999 diese Medaille für seinen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer artenreichen sowie gesunden Tier- und Pflanzenwelt verliehen.

Zu diesem grossen Jubiläum erschienen Behördenmitgliedern und Vertreter der Jagd aus den umliegenden Kantonen Aargau, Baselland, Schaffhausen und Solothurn, die mit Jagd und Forst verbunden waren. Spezielle Gäste waren der Aargauer Grossratspräsident Thiery Burkart, Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz, der Gemeindepräsident von Niedergösgen Kurt Hensmann, sowie Vertreter verschiedener Jagdkommissionen, Jagdprüfungsexperten und Jagdverbänden.

Um 14.00 Uhr eröffneten die Jagdhornbläser Falkenstein mit dem Stück Bergrüssung das grosse Fest. Peter Steiner, Mentor, Gründer und Präsident der Stiftung Schweizerische Wildtierwarte, begrüsste die anwesenden Gäste. In seiner Rede liess er die letzten Jahrzehnte nochmals kurz Revue passieren. Es ist ihm ein grosses Anliegen, dass die Stiftung Schweizerische Wildtierwarte und Jägerschule Hubertus im Mösli für die Zukunft erhalten bleibt.

Grossratspräsident Thiery Burkart überbrachte anschliessend die Grussbotschaft des Kantons Aargau. Er lobte in seiner Ansprache den hohen Wissensstand der Jägerinnen und Jäger, den sie sich in einer guten Jagdschule wie im Mösli, aneignen können. Ferner betonte.

er, die wichtigen Aufgaben der Jagd in Bezug auf die Biodiversität und Naturschutz, und dass Jägerinnen und Jäger im Auftrag des Staates handeln, und mit der weidgerechten Jagd, gute Arbeit leisten. Nach dieser spannenden Rede spielten die Jagdhornbläser Falkenstein den Hubertusruef, der speziell für diesen Anlass und die Stiftung von Bernhard Spörri komponiert wurde.

Eine sehr eindrückliche Rede hielt der Präsident von JagdSchweiz, Hanspeter Egli. Er machte unter anderem darauf aufmerksam, dass die Jagd und wir Jäger, ständig im Fokus der Öffentlichkeit stehen, und von ihr meist falsch beurteilt werden. Sie entfernt sich mehr und mehr von den natürlichen Abläufen der Natur, und hat deshalb grosse Mühe unser Tun, die weidgerechte Jagd in der heutigen Zeit, zu verstehen. Eine fundierte und gründliche Ausbildung der angehenden Jägerinnen und Jäger sei deshalb sehr wichtig. Wissen ist Macht, nur so können wir der Öffentlichkeit sachlich begegnen und bestehen. Es ist nicht einfach, die Ideen einer nachhaltigen Jagd in die Öffentlichkeit zu tragen.

Nach dem festlichen Teil der Feier die mit grossem Applaus zu Ende ging, gab es einen Apéro riche. Dazu spielten die Jagdhornbläser Hubertus einige konzertante Jagdstücke. Die Schweizerische Wildtierwarte besitzt eine der grössten Präparate-Sammlung der Schweiz von Wildtieren, Vögeln und Jagdutensilien. Die Ausstellung war anschliessend frei zu besichtigen.

Josef Griffel