Niedergösgen

Die CVP Niedergösgen lud zur Gemeinderats-Nominationsversammlung ein

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Die nominierten Kantons- und Gemeinderäte: von links Kurt Henzmann, Stephan Kuhn, Judith Schär, Marcel Gygax, René Lacher und der Referent: Norbert Hochreutener, Regula Meier fehlt

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Die nominierten Kantons- und Gemeinderäte: von links Kurt Henzmann, Stephan Kuhn, Judith Schär, Marcel Gygax, René Lacher und der Referent: Norbert Hochreutener, Regula Meier fehlt

Rund 30 Gäste lauschten gespannt den Ausführungen des Alt-Nationalrates, Bundeshausredaktors, Juristen und Schriftstellers  Norbert Hochreutener. Danach gab es herzlichen und stürmischen Applaus für die nominierten Gemeinderatskandidaten.

Markus Spielmann begrüsste die CVP-Familie herzlich und stellte erfreut fest, dass sich darunter auch  CVP-Kantonsrat Daniel Mackuth aus Trimbach befand. Ein besonderer Willkommensgruss galt auch dem Gastreferenten Norbert Hochreutener, welcher mit seiner charismatischen Ausstrahlung sogleich alle Augen und Ohren auf sich zog. Der Familienartikel gehe zur Zeit unter, meinte Norbert Hochreutener ohne Umschweife. Da gäbe es viel interessantere Themen, welche zur nächsten Abstimmung einladen, zum Beispiel das Raumplanungsgesetz. Das macht Lärm und alle sind darauf sensibilisiert. Der Familienartikel hingegen, sei ein leises Thema, welches von wenigen beachtet würde. Dazu kommt, dass dieser in konservativen Kreisen als unnötig erachtet wird. Dabei geht es beim neuen Familiengesetz lediglich darum, dem Bund die Kompetenz zu geben, die staatliche Krippenförderung zu unterstützen. Junge Familien müssen zur Finanzierung der privaten Krippenplätze oft mehr als einen halben Lohn hinblättern. Die Frauen möchten meistens nur Teilzeitjobs annehmen, jedoch geht dabei der Lohn dieser Frauen oft für den Krippenplatz weg. Das lohnt sich nicht. Die Frauen von heute, sind gut ausgebildet, möchten sich trotz Kindern nicht ganz aus dem Berufsleben  zurückziehen, so entscheiden sie sich für einen Teilzeitjob. Jedoch sind die privaten Krippenplätze so teuer, dass dann der ganze Lohn dafür investiert werden muss. Da wäre eine staatliche Betreuung wesentlich günstiger. Weiter räumte der versierte Referent ein, kamen  vor 100 Jahren 4,4 Kinder pro Familie auf die Welt, nach dem 2. Weltkrieg waren es noch 2,1 und seit 1962 noch 1,4. Die Geburtenrate sinkt weiter, darum sollen familienfreundliche Strukturen geschaffen werden.

Darauf folgte noch eine kurze, spitzbübische Bemerkung, dass er gewisse Inspirationen für seine Krimis schon aus seinem Berufsalltag erhalte und schloss seine Ausführungen mit dem Dank an die CVP Niedergösgen, für diese Einladung. Mit Wein und Händedruck bedankte sich Markus Spielmann für die spannenden Ausführungen und gab das Wort den Kandidaten weiter.

Kurt Henzmann, Kantonsratskandidat, stellt sich aber auch zur Wiederwahl als Gemeindepräsident  und Gemeinderatskandidat. Folglich sei 2013 für ihn persönlich das Jahr der Wahlen. Die definitive Zusammensetzung der CVP-Fraktion in der kommenden Legislatur-Periode sei noch unklar, weitere Gemeinderatskandidaten würden weiter gesucht, interessante Gespräche hätte auch der Parteipräsident noch vor sich. Kurt Henzmann bat die Anwesenden vollen Einsatz für gutes Gelingen hinsichtlich der Gemeinderats- aber auch der Kantonsrats- und Regierungsratswahlen zu leisten und dankte der CVP-Familie dafür.

Marcel Gygax sprach das Publikum mit „liebe Niedergösger“ sehr persönlich an. Er sei ein Rückkehrer, hier aufgewachsen, weggezogen und seit gut einem Jahr wieder hier zu Hause. Er freue sich auf die Kantonsratswahlen, dabei bilden die Anliegen der jungen Generation, das Bildungssystem, die Umwelt und solide Finanzen für ihn die Schwerpunkte. Ebenso stellt er sich den Gemeinderatswahlen.

Stephan Kuhn, wohnt seit  Jahren  in Niedergösgen. Er  fühlt sich hier mit seiner Familie wohl und möchte sich als Gemeinderat einsetzen weil es sich, wie er sagte, lohnt, für diese Gemeinde einzustehen.

René Lacher,  Nachfolger von Dr. Arnold Bleisch, und namentlich einer der Dorfärzte und Schularzt, hat sich sehr willkommen aufgenommen gefühlt, obwohl er erst seit anderthalb Jahren hier wohnt. Mediziner seien eben Wanderlehrlinge, darum sei er sehr erfreut gewesen, dass ihm der Anfang hier so leicht gemacht worden sei. Er werde als Gemeinderat in unterstützender Leistung alle seine Erfahrungen und sein Wissen einbringen.

Judith Schär-Brander meinte heiter, dass sie es in ihren 47 Jahren nicht geschafft habe, ausserhalb von Niedergösgen zu gelangen. Sie sei hier aufgewachsen und mit einem Niedergösger verheiratet. Gerade weil sie so fest mit unserer Gemeinde verwurzelt sei, möchte sie als Gemeinderätin direkt etwas für das Dorf leisten und freue sich auf die Herausforderung.

Regula Meier-Liechti zeichnet sich durch eine steile Karriere aus. Zuerst als Ersatzmitglied wurde sie sehr bald zur Gemeinderätin gewählt. Sie ist in Gretzenbach aufgewachsen und nun seit einigen Jahren in Niedergösgen zu Hause und mit einem Niedergösger verheiratet.

Markus Spielmann lud ein, die Kandidaten mit einem herzlichen Applaus zu nominieren und danach bei einem Glas Wein im persönlichen Gespräch mit den Kandidaten den Abend ausklingen zu lassen.

Lia Zangrandi

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